Schluss mit Alleinherrschaft: Die CSU muss sich die Macht in Bayern jetzt mit den Freien Wählern teilen und drei Ministerien in deren Hände geben.

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Die CSU muss in der neuen bayerischen Staatsregierung drei Ministerien an die Freien Wähler abgeben, darunter das landespolitisch äußerst bedeutsame Kultusministerium.

Zudem gehen das Umwelt- und das um den Bereich Landesentwicklung ergänzte Wirtschaftsministerium an den künftigen Koalitionspartner.

Zwei Staatssekretäre aus Reihen der Freien Wähler

Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in einer Sitzung von CSU-Vorstand und -Landtagsfraktion am Sonntag in München, wie am Rande der Sitzung aus Teilnehmerkreisen verlautete. Zudem bekommen die Freien Wähler zwei Staatssekretäre, demnach also fünf Kabinettsposten.

Gleichzeitig kündigte Söder nach Teilnehmerangaben die Schaffung eines eigenen Digitalisierungsministeriums an, das wie alle übrigen Ministerien an die CSU geht.

Die Christsozialen stellen mit Söder auch den künftigen Ministerpräsidenten. Vereidigt werden sollen die neuen Minister und Staatssekretäre demnach am 12. November.  © dpa

Es ist so gut wie vollbracht: Die schwarz-orange Koalition in Bayern steht, am Dienstag soll Markus Söder zum Ministerpräsidenten gewählt werden. Für die CSU ist damit aber das turbulente Jahr noch nicht zu Ende.