Die SPD gewinnt die Landtagswahl in Brandenburg, die CDU die Landtagswahl in Sachsen. Doch in den einzelnen Wahlbezirken gibt es Ausreißer. Ein Überblick über Direktmandate, die herausstechen.

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Die AfD erobert den Osten: Sowohl in Brandenburg als auch in Sachsen ist die rechtspopulistische Partei bei der Landtagswahl am Sonntag zweitstärkste Kraft geworden. In Sachsen gewann die CDU von Ministerpräsident Michael Kretschmer. In Brandenburg hat die SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke die meisten Stimmen erhalten.

Nicht in allen Wahlkreisen spiegelt sich das Gesamtergebnis wider. Gerade einige Direktmandate fallen aus der Reihe.

Landtagswahl Brandenburg: Besondere Direktmandate

Marie Schäffer, Wahlbezirk Potsdam I: In Potsdam gewann Marie Schäffer das einzige grüne Direktmandat in Brandenburg. Sie setzte sich knapp mit 100 Stimmen mehr gegen SPD-Kandidatin Klara Geywitz durch, die mit Olaf Scholz künftig die SPD führen will.

Peter Vida, Wahlbezirk Barnim II: Peter Vida, Spitzenkandidat der Freien Wähler, eroberte in seinem Bezirk das Direktmandat. Die Freien Wähler ziehen mit insgesamt fünf Prozent der Wählerstimmen erneut ins Parlament ein. Vida setzte sich gegen die noch amtierende Landtagspräsidentin Britta Stark (SPD) durch, die auf 21,8 Prozent kam. Stark kann allerdings über die Landesliste wieder ins Parlament einziehen.

Ingo Senftleben, Wahlbezirk Oberspreewald-Lausitz I: Der CDU-Spitzenkandidat Ingo Senftleben holte 26,3 Prozent und zieht damit direkt ins Parlament ein. Senftleben ist damit neben Barbara Richstein im Wahlbezirk Havelland II einer von zwei CDU-Siegern bei den Erststimmen.

Marianne Spring-Räumschüssel, Wahlbezirk Cottbus I: Die AfD holte insgesamt 15 Direktmandate - wobei Marianne Spring-Räumschüssel die mit dem markantesten Namen sein dürfte. Sie setzte sich mit 25,9 Prozent gegenüber Martina Münch (21,9 Prozent) von der SPD durch.

In fünf Wahlkreisen in Brandenburg kommt der Erststimmen-Sieger nicht aus der Partei mit den meisten Zweitstimmen, wie die interaktive Grafik zeigt. Hier können Sie auch sehen, wie in ihrem Wahlkreis entschieden wurde.

Landtagswahl Sachsen: Besondere Direktmandate

In der Grafik für Sachsen sind fast alle Wahlbezirke blau für die AfD oder schwarz für die CDU eingefärbt. Doch auch hier gibt es Ausreißer.

Christin Melcher, Leipzig 5: Als eine von drei Grünen hat sich Christin Melcher ein Direktmandat gesichert. Mit 29 Prozent der Stimmen liegt sie deutlich vor dem CDU-Kandidaten Robert Clemen, der 20,6 Prozent holte. Neben Melcher kamen auch Claudia Maicher (Leipzig 4) und Thomas Löser (Dresden 5) per Direktmandat ins sächsische Parlament.

Juliane Nagel, Leipzig 2: Die Linke freut sich über ein Direktmandat. Juliane Nagel zieht direkt ins Parlament ein und bringt damit ein wenig Farbe in die politische Landschaft. Im Wahlbezirk Leipzig 2 holte außerdem Thomas Kumbernuß von der Satire-Partei "Die Partei" 4,2 Prozent der Stimmen und ließ damit FDP-Kandidat Rudolf Ascherl hinter sich, der drei Prozent erhielt.

Marco Schiemann, Bautzen 5: Der CDU-Kandidat setzte sich mit 38 Prozent der Stimmen gegen AfD-Spitzenkandidaten Jörg Urban durch, der 36,4 Prozent der Stimmen erhielt. Schiemann gehört bereits seit 1990 dem sächsischen Landtag an. Urban zieht über die Zweitstimme ein.

Verwendete Quellen: