Die SPD hat den Weg zu Verhandlungen mit der Union über eine neue große Koalition frei gemacht. Eine Mehrheit von 362 der 642 Delegierten und Vorstandsmitglieder stimmten am Sonntag auf einem Parteitag in Bonn dafür. Eine Übersicht über erste Reaktionen:


Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD) bei Twitter

  • "56,4 Prozent bei #spdbpt18 für Verhandlungen, das war knapper als ich dachte. Jetzt brauchen wir gute Verhandlungserfolge, wenn die Mitglieder überzeugt werden sollen."

SPD-Vize Ralf Stegner

  • "Das war ein aufregender Parteitag. Sicherlich ein ganz bedeutsamer, der in die jüngere Zeitgeschichte eingehen wird."

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner bei Twitter

  • "Glückwunsch zur Entscheidung und Bereitschaft, sich doch in den Dienst des Landes zu stellen #SPD"

FDP-Chef Christian Lindner

  • "Wenn die gesamte Führung für den Regierungseintritt wirbt, aber nur eine knappe Mehrheit des Parteitags folgt, ist das eine Hypothek. Das Ergebnis lässt befürchten, dass in den Koalitionsverhandlungen nun Rückschritte zu erwarten sind. Widersprüche zwischen den Koalitionspartnern werden nach "Methode Merkel" nun vermutlich mit noch mehr Steuergeld zugeschüttet."

Linken-Chef Bernd Riexinger bei Twitter

  • "SPD begeht Harakiri. Nur 56% der SPD-Delegierten stimmen für Groko. 44% hatten Herz und Verstand."

Linken-Bundestagsfraktionschef Dietmar Bartsch bei Twitter

  • "OMG! Der SPD-Parteitag hat mit dem knappen Ja zur GroKo-Verhandlung das Projekt15 gestartet. Der MartinSchulz-Zug rollt endgültig aufs Abstellgleis und zerrt unseren #Sozialstaat mit dorthin."

Die scheidende Grünen-Vorsitzende Simone Peter

  • "SPD stimmt knapp f. Aufnahme v. Koalitionsverhandlungen. Das wird schwer für die Partei - und die Mitglieder bei Urabstimmung. #SeitanSeit?"

Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Katrin Göring-Eckardt, bei Twitter

  • "Mmh. Das ist wohl weder #SeitanSeit noch #NeueZeit. @spdde hat hart und fair diskutiert. Respekt. Von Aufbruch, von Leidenschaft, von Lust auf Regieren war wenig zu spüren. Schade."

AfD-Chef Jörg Meuthen

  • "Dem Land schadet es, wenn wieder nur weitergewurschtelt wird."

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer

  • "Einerseits wächst die Hoffnung, dass in Deutschland die Parteien auch bei einer schwierigen Ausgangslage eine Koalition vereinbaren können. Andererseits enthält der Beschluss inhaltliche Nachforderungen, die die weiteren Verhandlungen belasten."

Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Ingo Kramer

  • "Als Arbeitgeberpräsident bin ich der festen Überzeugung, dass wir unseren bereits sehr aufwendigen Sozialstaat nicht weiter mit viel Geld noch mehr verteuern dürfen, sondern nachhaltig für die jüngere Generation tragfähige Strukturreformen für die Zukunft brauchen."
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