Wie die Grünen gehört auch die Linke traditionell zu den Experten in Sachen Gleichberechtigung. Was sie in ihrem Wahlprogramm fordern, lesen Sie hier.

Acht gleichberechtigte Spitzenkandidaten um Gregor Gysi und Sahra Wagenknecht werden von der Linken ins Rennen geschickt.

Gleiches Gehalt für gleiche Arbeit

Im Wahlprogramm heißt das: "Emanzipation und Geschlechtergerechtigkeit". Die Partei verfolgt eine "konsequente Gleichstellungspolitik, die Frauen im Beruf, in der Politik, in der Bildung, in den Medien eine gleichberechtigte Teilhabe sichert und sie vor Diskriminierung und Gewalt schützt."

Im Detail fordert die Linke gleiches Gehalt für gleiche Arbeit, eine fairere Berechnung der Renten, Frauenquoten und ein Gleichstellungsgesetz für die private Wirtschaft. Dazu gehört, dass Migrantinnen und Frauen mit Behinderung besonders geschützt werden. Auch Gewalt gegen Frauen will die Linke bekämpfen. Dafür fordert sie verschiedene Maßnahmen.

Die Partei will zudem, dass auch Schwule und Lesben heiraten dürfen und dass jeder seinen Lebensentwurf frei wählen kann, ohne diskriminiert zu werden.

Die Linke fordert gleiche Rechte für Migranten und setzt sich für die doppelte Staatsbürgerschaft, Förderangebote, leichtere Einbürgerungsmöglichkeiten, die Anerkennung von Qualifikationen und ein Wahlrecht auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene ein. Integrations- und Sprachkurse sollen freiwillig sein.

Minderheiten besser stellen

"Wir fordern offene Grenzen für alle Menschen", steht im Wahlprogramm. Das bedeutet eine Aufhebung der Visumpflicht. Darüber hinaus engagiert sich die Partei für die Belange von Minderheiten wie Roma, Sinti, Friesen, Sorben und Dänen.

Im Vergleich: Das fordern die anderen Parteien