KoKo statt GroKo? Davon hält Horst Seehofer überhaupt nichts. Der CSU-Chef weist die SPD-Idee vehement zurück. Der Vorschlag erinnere ihn an eine Krabbelgruppe.

CSU-Chef Horst Seehofer hat die SPD-Idee einer neuartigen Kooperations-Koalition vehement zurückgewiesen.

Der Vorschlag erinnere ihn an eine Krabbelgruppe, sagte Seehofer am Dienstagabend in München. "Die sollen sich jetzt an den Tisch setzen mit uns und arbeiten - und nicht ständig solche Vorschläge, die man mehr aus der Krabbelgruppe kennt, auf den Tisch legen", forderte Seehofer.

Seehofer: "Das geht nicht"

Von dem Vorschlag halte er "gar nichts". "Man kann nicht zum Teil regieren und zum anderen Teil opponieren. Das geht nicht."

Auf die Frage, ob das Modell unter diesen Bedingungen also für die CSU nicht denkbar sei, antwortete Seehofer: "So ist es." Spöttisch fragte er: "Gibt's weltweit überhaupt ein Beispiel dafür? Weltweit?"

Vor dem für Mittwochabend geplanten Spitzengespräch von Union und SPD über eine mögliche Koalition hatte SPD-Chef Martin Schulz eine neue Form der Regierungszusammenarbeit ins Gespräch gebracht.

In einer Fraktionssitzung im Bundestag erläuterte er als Option ein von der SPD-Linken favorisiertes Modell, bei dem nur bestimmte Kernprojekte im Koalitionsvertrag verankert werden. Andere würden demnach offen bleiben und später im Bundestag ausverhandelt.© dpa

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