Mittelstand stärken und keine Steuererhöhung - das sind die Schlagworte der Wirtschafts- und Steuerpolitik von CDU und CSU in ihrem Wahlprogramm. Wir stellen Ihnen diese und weitere Punkte noch genauer vor.

Einsatz für den Mittelstand

In ihrem Wahlprogramm geht es CDU/CSU vor allem darum, "Deutschlands Wohlstand [zu] sichern". Und das gelinge der Regierung schon jetzt ziemlich gut, wie stolz erklärt wird. Zwar sind die Ausführungen teilweise schwammig, doch es gibt auch konkrete Ideen für die nächsten Jahre: Zum Beispiel sollen mittelständische Unternehmen gestärkt werden – Steuererhöhungen lehnt die Union deshalb ab.

Der internationale Freihandel soll ebenfalls gefördert werden. Besonders der freie Handel zwischen der EU und den USA liegen CDU und CSU am Herzen. Um ein "starkes Signal für Europa" zu senden, soll die Neuverschuldung gestoppt und mit der Schuldentilgung begonnen werden.

Im Gegensatz zur SPD äußert sich die Union etwas knapper zum Finanzsektor. Im Wahlprogramm werden "strenge Regeln für die Finanzmärkte" gefordert: So sollen Schattenbanken kontrolliert und eine Finanztransaktionssteuer weltweit eingeführt werden. Gegen letztere hatten sich CDU und CSU früher gesträubt, doch inzwischen vereinbarte die Bundesregierung mit zehn anderen EU-Staaten die Einführung einer solchen Steuer.

Steuern weder rauf noch runter

"Leistung muss sich lohnen": Im Wahlprogramm distanziert sich die Union deutlich von Steuererhöhungen. So wollen die Parteien die Mittelschicht entlasten und die kalte Progression abbauen. Arbeitnehmer ("Leistungsträger") sollen dadurch mehr von Lohnerhöhungen haben.

Ein klares Nein erteilt die Union zudem der Vermögenssteuer und einer Erhöhung der Erbschaftssteuer. Doch wer sich jetzt zu früh freut, wird enttäuscht: Steuersenkungen sehen CDU und CSU ebenfalls nicht vor. Internationale Großkonzerne sollen "angemessen besteuert" werden. Was genau das heißt, bleibt jedoch das Geheimnis der Union.

Im Vergleich: Das fordern die anderen Parteien