• Österreichs Kanzler Kurz warnt vor einer rot-grün-roten Bundesregierung in Deutschland.
  • Für die EU sei entscheidend, wie es in Deutschland weitergehe.
  • Auch Kanzlerin Merkel und EVP-Chef Weber äußern sich im Sinne der Union.

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Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat vor einem Linksbündnis in Deutschland nach der Bundestagswahl gewarnt. Eine Linkskoalition würde ein anderes Deutschland und ein anderes Europa bedeuten, sagte Kurz am Donnerstag bei einer Vorstandssitzung der Europäischen Volkspartei (EVP) in Berlin. Zur Parteienfamilie EVP gehören die CDU/CSU sowie die österreichische ÖVP, zu der Kurz gehört.

Für die EU sei entscheidend, wie es in Deutschland weitergehe, sagte der Kanzler. Es seien ein Wirtschaftsaufschwung und geringere Steuern nötig. Er sei zu 100 Prozent davon überzeugt, dass CDU/CSU-Kanzlerkandidat Armin Laschet als Christdemokrat der Richtige sei, um Deutschland in den nächsten Jahren zu führen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie der EVP-Franktionsvorsitzende Manfred Weber (CSU) hatten sich auf der Veranstaltung im Sinne der Union geäußert. "Wir sind mitten im Wahlkampf. Ich spüre, dass da auch wirklich gekämpft wird", sagte Merkel am Donnerstag bei einer Pressekonferenz am Rande der EVP-Vorstandssitzung. Sie ergänzte: "Abgerechnet wird am Wahltag."

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Weber warnt vor "Vertiefung von Spaltungen"

Auf die Frage, ob sie besorgt sei, dass die Bilanz ihrer 16-jährigen Regierungszeit getrübt werde, falls die Union das Kanzleramt an eine Links-Regierung abgeben müsse, sagte Merkel, sie wolle sich zu Spekulationen nicht äußern. Es sei jedem in CDU und CSU klar gewesen, dass man nach 16 Jahren nicht automatisch und ohne Anstrengungen wieder ins Kanzleramt kommt. Die Bundestagswahl ist am 26. September.

Weber sagte, die Tagung der Fraktionsspitze sei auch in Berlin einberufen worden, um der Union im Wahlkampf zu helfen. Die EVP-Mitglieder wüssten, "wie wichtig eine bürgerliche Regierung in Berlin für den gesamten Kontinent ist". Eine linke deutsche Regierung werde in Europa "eher zur Vertiefung von Spaltungen führen", warnte Weber. Vielmehr sollte der von Merkel vertretene Ansatz des Zuhörens und Aufeinanderzugehens auch in schwierigen Fragen wie der Rechtsstaatlichkeit und in Wertefragen aus dem Kanzleramt heraus fortgesetzt werden. (dpa/mko)

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