Deutschland hat gewählt. Die Wahllokale zur Bundestagswahl 2017 sind geschlossen, es wurde ausgezählt. Aktuelle News sowie die Ergebnisse zum Abschneiden von CDU/CSU, SPD, Linken, Grünen, FDP und AfD sowie den anderen Parteien bei uns in der Ticker-Nachlese.

Aktueller Live-Ticker zum Tag nach der Bundestagswahl 2017


22.00 Uhr: Parteienforscher mahnt zu sachlichem Umgang mit AfD

Die AfD hat bei der Bundestagswahl nach Einschätzung des Berliner Politikwissenschaftlers Oskar Niedermayer auch von den Angriffen auf ihre Spitzenkandidaten profitiert: "Diese sicher berechtigten Angriffe haben der AfD eher nicht geschadet, sondern bei ihren Anhängern für eine Art Wagenburgmentalität gesorgt."

Der Parteienforscher glaubt daher auch, dass die anderen Parteien nun nicht versuchen sollten, die Populisten mit Geschäftsordnungstricks von Posten im Bundestag fernzuhalten. "Das würde sie wieder in ihrer Opferrolle stärken", so Niedermayer. "Man muss die AfD inhaltlich stellen, ihre Positionen hinterfragen – und das ist auch möglich."

21.15 Uhr: Lammert: Einzug der AfD wird eine Herausforderung

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hält den Einzug der AfD in den Bundestag für eine Herausforderung für den Parlamentarismus. "Ich habe aber auch keinen Zweifel daran, dass der deutsche Parlamentarismus diese Herausforderung bewältigt", sagte er im ZDF.

Wenn versucht werden sollte, den Bundestag als "Aufmarschfläche für Demonstrationen" zu nutzen, werde der künftige Bundestagspräsident der AfD das Selbstverständnis und das Reglement des Deutschen Bundestages schnell verdeutlichen.

"Ich hätte mir auch gewünscht, dass auch der nächste Deutsche Bundestag ohne eine rechtspopulistische Fraktion zusammengetreten wäre", sagte Lammert. "Aber Wahlen finden nicht statt, um den Erwartungen von etablierten Parteien Raum zu verschaffen, sondern um den Erwartungen der Wähler Ausdruck zu geben." Das hätten sie am Sonntag in einer "deutlichen aber in den Proportionen nachvollziehbaren" Weise getan. Das Ergebnis für die große Koalition nannte Lammert "ernüchternd".

21.35 Uhr: Jamaika - oder doch eine GroKo

Der Wahlforscher Lothar Probst erwartet im Gespräch mit unserem Portal eine schwierige Regierungsbildung.

"Man wird Jamaika probieren, aber das wird langwierig", sagt der Bremer Politikwissenschaftler über eine mögliche Koalition aus CDU/CSU, FDP und Grünen. "Alle Parteien haben bisher klargemacht, dass sie auf ihren Maximalforderungen beharren", so Probst.

Aus seiner Sicht steht deshalb auch noch nicht hundertprozentig fest, dass die Sozialdemokraten die Große Koalition wirklich um jeden Preis beenden werden. "Die SPD ist noch nicht ganz aus dem Rennen."

21.15 Uhr: So reagieren Politiker auf den Ausgang der Wahl

Die Bundestagswahl 2017 ist Geschichte - und die Reaktionen auf die Wahlergebnisse fallen naturgemäß unterschiedlich aus. Während die AfD ihren Einzug ins Parlament feiert, wird selbiger von anderen Parteien äußerst kritisch bewertet. Gleichzeitig muss die SPD schwere Verluste hinnehmen. Die Reaktionen zur Wahl im Überblick. 

21.05 Uhr: Wie bewerten Sie den Ausgang der Bundestagswahl?

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Bundestagswahl 2017 Elefantenrunde Angela Merkel Martin Schulz

20:58 Uhr Schulz teilt gegen Merkel aus

SPD-Chef Martin Schulz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Mitschuld am Erstarken der nationalkonservativen AfD gegeben. "Ich glaube, dass Frau Merkel einen Wahlkampf geführt hat, der skandalös war", sagte der gescheiterte Kanzlerkandidat.

"Die systematische Verweigerung von Politik hat ein Vakuum entstehen lassen, das die AfD teilweise geschickt gefüllt hat. Ich glaube dass Frau Merkel eine große Verantwortung dafür trägt."

20.52 Uhr: Lindner attackiert Schulz

Zuvor hat Lindner Schulz angegriffen - weil die SPD definitiv in die Opposition gehen wolle: "Sie sagen, Jamaika sei eine Koalition der Lähmung. (...) Das heißt, Sie nehmen eine schlechte Regierung aus Ihrer Sicht in Kauf. Eine solche Haltung, für die hätte sich Helmut Schmidt geschämt."

"Ich glaube, dass Frau Merkel einen Wahlkampf geführt hat, der skandalös war", sagte SPD-Parteichef Martin Schulz in der Elefantenrunde bei ARD und ZDF über die Bundeskanzlerin.

20.47 Uhr: Lindner: "Wir sind nicht zum Regieren verdammt"

FDP-Chef Christian Lindner will den Einstieg in eine Jamaika-Koalition mit Union und Grünen von Inhalten abhängig machen. "Wir sind nicht zum Regieren verdammt, aber wir sind natürlich bereit, politische Verantwortung zu übernehmen", sagte Lindner in der Elefantenrunde von ARD und ZDF.

Es gehe darum, einen Beitrag zur Stabilität in aufgeregten Zeiten zu leisten. Aber: Man werde nicht zulassen, dass SPD allein darüber entscheide, wer in die Regierung gezwungen werde. "Das muss man von Inhalten abhängig machen."

20.46 Uhr: Merkel antwortet Meuthen

Jörg Meuthen hat versucht, dem Eindruck, dass in der Bundestagsfraktion der AfD rechtsradikale Tendenzen zu erkennen sind, entgegenzutreten.

Angela Merkel antwortete darauf in der Elefantenrunde deutlich - und nannte die Aussagen von Spitzenkandidat Alexander Gauland in Bezug auf die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, als selbstentlarvend. Gauland hatte gesagt, man könne sie in Anatolien "entsorgen".

20.36 Uhr: Schulz für Absage an GroKo angegriffen

Direkt nach der ersten Prognose hat die SPD einer Neuauflage der Großen Koalition eine Absage erteilt. Dafür wurde er sowohl von Kanzlerin Angela Merkel als auch von FDP-Chef Christian Lindner als verantwortungslos kritisiert.

Schulz erwiderte darauf, dass die Große Koalition von den Wählern abgewählt wurde. An Merkel gerichtet, sagte er: "Frau Merkel, sie sind die stärkste Verliererin."

Demonstrationen vor AfD-Wahlparty in Berlin.

20.30 Uhr: Joachim Herrmann lässt Zukunft offen

Nach dem Debakel für die CSU bei der Bundestagswahl lässt Spitzenkandidat Joachim Herrmann seine Pläne offen. Er beteilige sich nicht an Diskussionen über Posten in Berlin, sagte der bayerische Innenminister am Sonntagabend im BR Fernsehen. "Es geht in der jetzigen Situation nicht darum, was ich jetzt mache."

Bisher strebte Herrmann in der künftigen Bundesregierung den Posten des Innenministers an. Man müsse das Ergebnis jetzt gemeinsam tragen, sagte der CSU-Politiker. "Es bleibt das große Ziel, dass wir bei der Landtagswahl im nächsten Jahr besser abschneiden."

Dabei stehe die Partei zu ihren Versprechen an die Wähler. In diesem Zusammenhang hob Herrmann die Forderungen nach einer Obergrenze für Flüchtlinge und nach einer Fortführung der Grenzkontrollen hervor.

20.15 Uhr: AfD-Vizechefin von Storch: Partei im Bundestag "harte Stimme"

Die stellvertretende AfD-Vorsitzende Beatrix von Storch hat eine konstruktive, aber harte Politik ihrer Fraktion im Bundestag angekündigt. "Wir werden die Themen thematisieren, die bislang im Bundestag nicht besprochen worden sind", sagte sie am Sonntag dem RBB.

Etwa zum Thema Migration gebe es Meinungen in Deutschland, denen keine Stimme gegeben worden sei. "Das wird es nicht mehr geben", sagte von Storch. "Diese Stimme wird zurückkommen, sie wird klar sein, sie wird konstruktiv sein, aber sie wird natürlich hart sein."

20 Uhr: Demo vor AfD-Wahlparty

Einige hundert Demonstranten haben am Abend der Bundestagswahl in Berlin vor der Wahlparty der AfD protestiert.

Etwa 300 Menschen versammelten sich am Sonntagabend vor einem Hochhaus am Alexanderplatz, wo die AfD in einem der unteren Geschosse ihren Einzug in den Bundestag feierte.

Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot vertreten. Mehr dazu hier.

19.54 Uhr: Weidel fordert "Demut" von AfD-Kollegen

AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel steht bereit, die neue Fraktion im Bundestag gemeinsam mit dem zweiten Spitzenkandidaten Alexander Gauland anzuführen. Das sagte sie am Sonntagabend bei der AfD-Wahlparty in Berlin.

Das gute Abschneiden der AfD bei der Bundestagswahl sei Auftrag zur politischen Veränderung. "Jetzt müssen wir liefern - und jetzt werden wir liefern."

Die künftigen AfD-Abgeordneten rief Weidel auf, sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein und ihre neue Aufgabe "mit Demut" zu erfüllen. "Sorgt aus der Opposition heraus dafür, dass in diesem Land bald wieder Recht und Ordnung eine Chance haben", sagte sie.

19.46 Uhr: Wissenschaftler befürchtet mehr Konflikte

Der Passauer Politikwissenschaftler Michael Oswald erwartet mehr Schärfe im neuen Bundestag mit sechs Fraktionen. "Es wird sehr viel hitziger zugehen."

Wenn mehr diskutiert werde und mehr Konflikt in die Debatten einziehe, könne das durchaus spannend sein, sagte Oswald unserer Redaktion. Konflikte seien nicht per se schlecht oder gut.

"Wenn sie aber nicht mehr inhaltlich, sondern verstärkt auch ideologisch oder mit persönlichen Angriffen ausgetragen werden, könnten wir uns auf Verhältnisse wie in den USA zubewegen."

19.28 Uhr: Wagenknecht (Linke) freut sich

Linke Spitzenkandidatin freut sich über das gute Abschneiden ihrer Partei - und bedauert den Erfolg der AfD.

"Die AfD hat kein soziales Programm", sagte sie. Der eine oder andere, der die AfD aus Protest gewählt habe, werde bald merken, dass sich seine Erwartungen an die Partei nicht erfüllten.

Auf die Frage, wie sie mit den Abgeordneten der AfD umgehen wolle, antwortete Sahra Wagenknecht: "Wir werden ihnen nicht den Gefallen tun, sie pauschal zu diffamieren. Aber man kann davon ausgehen, dass der Ton rauer wird."

Der SPD gab sie eine Mitschuld am Erfolg der AfD: "Wenn die SPD will, dass die AfD nicht immer stärker wird, muss sie erkennen, dass wir wieder sozialdemokratische Politik brauchen."

19.19 Uhr: Experte hält Neuwahlen für möglich

Jörg Siegmund, Politikwissenschaftler bei der Akademie für Politische Bildung Tutzing, sieht Deutschland im Gespräch mit unserer Redaktion vor einer extrem schwierigen Regierungsbildung.

Die SPD hat eine Neuauflage der Großen Koalition abgelehnt und angekündigt, in die Opposition zu gehen. Ein Jamaika-Bündnis aus CDU/CSU, FDP und Grünen hält Siegmund ebenfalls für eher unwahrscheinlich.

"Wie diese Parteien zueinander finden sollten, kann ich mir nicht vorstellen."

Möglicherweise könne gar keine Koalition gebildet werden, so der Experte. "Und das würde dann Neuwahlen nach sich ziehen, mit völlig unklarem Ausgang."

19.10 Uhr: Seehofer (CSU): "rechte Flanke offen gelassen"

CSU-Chef Horst Seehofer hat das historisch schlechte Ergebnis seiner Partei darauf zurückgeführt, dass CSU und CDU "die rechte Flanke in der Flüchtlings- und Sicherheitsfrage offen gelassen" hätten.

"Wir müssen das Vakuum auf der rechten Seite der Union jetzt schließen", sagte er, "durch eine Politik, die gewährleistet, dass Deutschland Deutschland bleibt".

Wenn das gelinge, werde "der Spuk auf der rechten Seite" auch wieder kleiner wegen.

19 Uhr: Kretschmann (Grüne): "respektables Ergebnis"

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat das Wahlergebnis der Grünen "respektabel" genannt.

Mit Blick auf die Regierungsbildung sagte er: "Wenn uns Gespräche angeboten werden, werden wir diese sehr ernsthaft führen. Aber einfach werden sie nicht." Um über "Knackpunkte" wie den von den Grünen geforderten Kohleausstieg 2030 zu reden, sei es zu früh.

18.57 Uhr: Merkel (CDU): "Auftrag, Verantwortung zu übernehmen"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ungeachtet der schweren Verluste bei der Bundestagswahl die Regierungsbildung für die Union beansprucht und entsprechende Gespräche angekündigt. Mit wem sie sprechen werde, ließ sie am Sonntag aber zunächst offen und sagte: "Wir haben einen Auftrag, Verantwortung zu übernehmen. Und das werden wir mit aller Kraft und auch in aller Ruhe in Gesprächen mit anderen Partnern dann ins Visier nehmen."

Den Einzug der AfD ins Parlament bezeichnete Merkel als große neue Aufgabe. Die Union wolle die Wähler der AfD zurückgewinnen "durch Lösung von Problemen, durch Aufnehmen ihrer Sorgen, auch ihrer Ängste zum Teil, aber eben vor allen Dingen durch gute Politik", sagte Merkel unter großem Beifall ihrer Anhänger.

18.45 Uhr: Hochstimmung bei der FDP

Christian Lindner hatte es auf der Wahlparty der FDP nicht leicht, zu Wort zu kommen - so laut und langanhaltend waren der Applaus und die Lobgesänge der Liberalen.

"Die Menschen haben uns ein Comeback ermöglicht", freute sich Lindner.

18.41 Uhr: Schulz (SPD): Einzug der AfD "eine Zäsur"

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat seine Niederlage eingestanden. "Ich will nicht darum herumreden. Wir haben unser Wahlziel verfehlt", sagte er vor Anhängern in Berlin.

"Besonders bedrückend" empfindet Schulz die Stärke der AfD. "Das ist eine Zäsur. Kein Demokrat kann darüber einfach hinweggehen."

Er schwor die Genossen darauf ein, "mit ganzer Kraft, mit Wehemenz und Leidenschaft" für die Werte der SPD zu kämpfen, für Toleranz und Respekt. "Wir sind das Bollwerk der Demokratie."

18.30 Uhr: Rückendeckung für Schulz

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann hat sich dafür ausgesprochen, dass SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz trotz des Absturzes der Sozialdemokraten bei der Bundestagswahl Parteichef bleiben soll. "Er wird diesen Erneuerungsprozess jetzt fortsetzen."

Auch die frühere Familienministerin und heutige Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, sagte, es sei wichtig, "dass wir jetzt auch gemeinsam diese Niederlage tragen". Schulz als Parteivorsitzender stehe nicht in Frage.

18.26 Uhr: Kauder (CDU): "Wahlziele erreicht"

Die Union hat trotz schwerer Verluste bei der Bundestagswahl die Regierungsbildung für sich beansprucht. Die Union habe sich ein besseres Ergebnis gewünscht, zugleich habe man aber die Wahlziele erreicht, sagte Fraktionschef Volker Kauder (CDU) am Sonntagabend in der ARD.

CDU und CSU seien stärkste Parteien und stärkste Fraktion geworden. Zudem habe die Union erreicht, "dass wir einen Regierungsauftrag haben und gegen uns keine Regierung gebildet werden kann und Angela Merkel Kanzlerin bleibt".

18.20 Uhr: Gauland (AfD): "Werden Sie jagen"

AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland hat das gute Wahlergebnis seiner Partei als Kampfansage an die künftige Bundesregierung gewertet.

"Sie kann sich warm anziehen. Wir werden sie jagen", sagte er am Sonntagabend in Berlin. "Wir werden uns unser Land und unser Volk zurückholen."

18.14 Uhr: Erste Hochrechnung

18.11 Uhr: CSU stürzt ab

Die CSU hat bei der Bundestagswahl nach einer Prognose des Bayerischen Fernsehens ein Debakel erlebt:

Die Christsozialen von Parteichef Horst Seehofer stürzten demnach am Sonntag auf 38,5 Prozent ab - nach 49,3 Prozent vor vier Jahren.

18.07 Uhr: Diese Koalitionen sind denkbar

18.04 Uhr: SPD will in die Opposition gehen

Die SPD-Spitze hat sich nach dem historischen Absturz einmütig dafür ausgesprochen, in die Opposition gehen.

Das erfuhren die Deutsche Presse-Agentur und "Focus" nach einer Telefonschalte unter Leitung des SPD-Spitzenkandidaten Martin Schulz.

18 Uhr: Die erste Prognose ist da

Die Union mit Kanzlerin Angela Merkel hat die Bundestagswahl am Sonntag trotz deutlicher Verluste klar gewonnen. Die SPD stürzt nach den Prognosen von ARD und ZDF von 18.00 Uhr auf ein historisches Tief ab.

Die AfD zieht mit einem klar zweistelligen Ergebnis als drittstärkste Kraft ins Parlament ein, gefolgt von FDP, Grünen und Linken.

CDU/CSU lagen nach den Prognosen bei 32,5 bis 33,5 Prozent (2013: 41,5), die SPD bei 20 bis 21 Prozent (25,7). Die AfD kam auf 13 bis 13,5 Prozent (4,7), die FDP auf 10 bis 10,5 (4,8), die Linke auf 9 Prozent (8,6) und die Grünen auf 9 bis 9,5 Prozent (8,4).

Prognosen und Hochrechnungen sowie Sitzverteilung, Gewinne/Verluste, Koalitionsrechner und der Stand in den Wahlkreisen finden Sie hier.

17.51 Uhr: Stimmen Sie ab!

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17.42 Uhr: Stimmzettel-Engpass in Köln

Der Kölner Stadtanzeiger berichtet von einem Stimmzettel-Engpass in Köln. 200 der 800 Wahllokale hätten im Lauf des Tages um Nachschub bitten müssen, heißt es unter Berufung auf die Stadtverwaltung.

Per Taxi sei Abhilfe geschaffen worden. Allerdings mussten mehrere Wahlberechtigte eine Weile warten.

17.19 Uhr: Stimmen Sie ab!

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17.03 Uhr: Zehn Fakten

17.01 Uhr: Ein verletztes Bein ist keine Ausrede!

16.51 Uhr: 60 Beobachter der OSZE eingesetzt

Bundestagswahl 2017: Fakten, die Sie noch nicht kennen!

Wie viele Parteien gibt es? Wer ist der jüngste Kandidat? Diese und noch mehr Fragen zur Bundestagswahl beantworten wir im Video.

Rund 60 Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) überwachen die Bundestagswahl. Die Mission wird von George Tsereteli aus Georgien geleitet. Das Foto zeigt ihn am Morgen in einem Wahllokal in Berlin.

Teams von jeweils zwei Beobachtern sollten Wahllokale in mehreren deutschen Städten besuchen. Sie informieren sich über die Abläufe, sprechen mit den Wahlhelfern und beobachten die Stimmabgabe.

"Wir sind keine Wahl-Polizei", betonte Tsereteli. Schon vor Monaten hatte die OSZE erklärt, es bestehe kein Zweifel an den rechtmäßigen Abläufen. Vielmehr sei dies "übliche Praxis" der OSZE-Mitgliedsstaaten.

16.36 Uhr: "Papa, machst du Kreuzworträtsel?"

16.19 Uhr: Experten erwarten Briefwahl-Rekord

2013 lag der Anteil der Briefwähler bei 24,3 Prozent. Dieses Jahr dürften es noch mehr gewesen sein - Experten erwarten einen Rekord.

Zu jenen, die ihr Voting schon in den vergangenen Tagen und Wochen abgegeben haben, zählen neben den AfD-Spitzenkandidaten Alice Weidel und Alexander Gauland und Linken-Frontfrau Sarah Wagenknecht auch Christian Lindner.

Dementsprechend kann sich der FDP-Spitzenkandidat am Nachmittag ganz entspannt zum Hans-Dietrich-Genscher-Haus in Berlin aufmachen, wo das FDP-Präsidium tagt.
Zwischen 18.15 und 18.30 wird er dort vor 1500 erwarteten Gästen ein Statement geben und, wenn es mit dem erwarteten triumphalen Wiedereinzug in den Bundestag klappt, guten Grund zum Feiern haben.

16.02 Uhr: 650.000 Wahlhelfer im Einsatz

Rund 650.000 Wahlhelfern sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Wahl - so wie diese beiden in Basdorf in Brandenburg, die den ganzen Tag auf sage und schreibe fünf Wähler warten müssen, wie die Märkische Allgemeine berichtet.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Mittag allen Wahlhelfern ausdrücklich gedankt.

15.44 Uhr: Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2013 leicht gesunken

Nach Angabe des Bundeswahlleiters haben bis 14 Uhr 41,1 Prozent der Wahlbeteiligten ihre Stimme abgegeben.

Bei der Bundestagswahl vor vier Jahren waren es zu diesem Zeitpunkt 41,4 Prozent. Mehr dazu hier.

15.35 Uhr: Hält die Feierlaune bei Dietmar Bartsch an?

Linken-Spitzenkandidat Dietmar Bartsch hat den Wahlkampf gestern in einer Kneipe ausklingen lassen.

Am Mittag warf er in Prerow (Mecklenburg-Vorpommern) seinen Stimmzettel ein, bevor er sich auf den Weg nach Berlin machte, zur nächsten Feier: Die Linken treffen sich am Abend im Festsaal Kreuzberg.

15.16 Uhr: Merkel wählt und schweigt

Bundestagswahl 2017: So funktioniert der Stimmzettel

Darauf müssen Sie bei der Abgabe ihrer Stimme zur Bundestagswahl achten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist zusammen mit ihrem Mann Joachim Sauer zur Stimmabgabe bei der Bundestagswahl gegangen.

Am Sonntagmittag gab sie im Wahllokal der Humboldt-Universität in Berlin-Mitte ihre Stimme ab - und schwieg. Sie gab kein Statement ab, sondern sprach nach dem Urnengang nur kurz mit den Wahlhelfern.

15.00 Uhr: Bundestag steuert auf Rekord zu

Der nächste Bundestag wird Berechnungen zufolge so groß werden wie nie zuvor.

Nach Schätzungen des Friedrichshafener Politologen Joachim Behnke dürften im künftigen Parlament zwischen 680 und 700 Abgeordnete Platz nehmen. "Keine andere Demokratie der Welt hätte dann so viele Sitze im Parlament."

Der bislang größte Bundestag hatte 672 Sitze. Das war nach der Wahl 1994.

Behnke erklärt den vermuteten Anstieg unter anderem mit dem voraussichtlichen Einzug von FDP und AfD ins Parlament: Durch die zusätzlichen Parteien sinke der Zweitstimmenanteil der anderen Parteien, was vor allem bei der CDU zu deutlich mehr Überhangmandaten führen dürfte. Damit diese das Stimmenverhältnis nicht verzerren, werden sie mit sogenannten Ausgleichsmandaten für die anderen Parteien aufgewogen.

14.32 Uhr: Wussten Sie eigentlich, dass ...

14.17 Uhr: Ein Wohnzimmer als Wahllokal

Auch in Elisabeth-Sophien-Koog wird gewählt - und zwar im Wohnzimmer der Bürgermeisterin. Die kleine Gemeinde in Schleswig-Holstein zählt knapp 50 Einwohner, Straßennamen gibt es hier nicht und auch keinen Gemeindesaal, keine Schule, kein Feuerwehrhaus.

Also treffen sich die 35 Wahlberechtigten bei Bürgermeisterin Ute Clausen, die auch ein paar Schnittchen geschmiert hat.

Elisabeth-Sophien-Koog ist aber nicht der einzige Ort mit kuriosem Wahllokal. Neugierig? Dann klicken Sie hier.

13.54 Uhr: Auch Bundespräsidenten müssen sich hinten anstellen

Im Wahllokal in Berlin-Zehlendorf herrscht Andrang. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD, r.) und seiner Frau Elke Büdenbender (2.v.r.) müssen Schlange stehen.

13.39 Uhr: Plus bei Wahlbeteiligung deutet sich an

Vielerorts deutet sich eine höhere Wahlbeteiligung als 2013 an. Das geht aus Mitteilungen der Landeswahlleiter zu mehreren Großstädten hervor, darunter Hamburg, München und Stuttgart.

Beispiel Hamburg: Dort hatten bis 11 Uhr 37,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Vor vier Jahren waren es nach Angaben des Statistikamtes Nord zu diesem Zeitpunkt erst 35,4 Prozent.

Allerdings meldeten einige Bundesländer auch einen ruhigen Start der Wahl. In Sachsen etwa blieb die Wahlbeteiligung bis zum Mittag im Vergleich zu 2013 unverändert.

Erste Bundesweite Zahlen hat der Bundeswahlleiter für 15.30 Uhr angekündigt.

13.25 Uhr: Stimmen Sie ab!

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12.48 Uhr: Diesen Tweets ist nichts hinzuzufügen

12.31 Uhr: So schaut das Ausland auf die Bundestagwahl

  • "El País", Spanien: "Heute Nacht beginnt die Stunde der Wahrheit für das Europa nach der Krise. Deutschland, die stärkste Wirtschaftsmacht und de facto Hegemonialmacht, wählt eine neue Regierung." Zum Artikel
  • "The Guardian", Großbritannien: "Die 63-jährige Angela Merkel hat sich in diesem Wahlkampf mit nie dagewesener Wut konfrontiert gesehen, besonders im Osten des Landes." Zum Artikel
  • "Der Standard", Österreich: "Es bliebe für Schulz [um Kanzler zu werden] noch eine Option, nämlich ein rot-rot-grünes Bündnis mit Grünen und Linken. Aber für dieses sehen die Meinungsforschungsinstitute keine Mehrheit. Paradox: In den vergangenen vier Jahren hätte es eine parlamentarische Mehrheit für dieses Bündnis gegeben, aber es fehlte der Mut zur Umsetzung." Zum Artikel
  • "La Libération", Frankreich: "In zwölf Jahren Kanzlerschaft hat Angela Merkel fünf SPD-Chefs kennengelernt, drei amerikanische Präsidenten, vier französische Präsidenten, vier brititsche Premierminister, fünf griechische Premierminister ... Selbst für Deutschland ist ihre Langlebigkeit außergewöhnlich." Zum Artikel
  • "Les Echos", Frankreich: "Von seiner Nazivergangenheit verfolgt, konnte Deutschland der Welle des Populismus in Europ immer standhalten. Seine Führer haben mit Unverständnis auf den Erfolg des Front National in Frankreich geblickt. Aber die Flüchtlingskrise veränderte die politische Landschaft. Seit ihren ersten Wahlkampfauftritten sieht sich Merkel mit Buh-Rufen von AFD-Sympathisanten konfrontiert, die ihr vorwerfen mehr als eine Millionen Asylanten 2015 und 2016 ins Land gelassen zu haben." Zum Artikel
  • "New York Times", USA: "Die AfD als drittstärkste Kraft wäre ein großer Wandel im konsensgetriebenen Stil deutscher Politik. Die historische Brisanz ist unstrittig, in einem Land, das immer noch unter dem Nazi-Vermächtnis des zweiten Weltkriegs steht. Genau darum generiert diese Wahl "German Angst". Zum Artikel

11.59 Uhr: Darauf müssen Sie bei der Stimmabgabe achten

11.37 Uhr: Berliner dürfen drei Kreuze machen

Die 2,5 Millionen Wahlberechtigten der Bundeshauptstadt sind nicht nur zur Bundestagswahl aufgerufen, sondern können außerdem in einem Volksentscheid über die Zukunft des Flughafens Tegel abstimmen.
Dabei geht es um die Frage, ob der Flughafen Tegel nach Eröffnung des neuen Hauptstadt-Airports BER wie bisher geplant geschlossen oder weiterbetrieben werden soll. Mehr Infos dazu hier.

10.55 Uhr: Cem Özdemir trifft Johnny Strange von "Culcha Candela"

10.34 Uhr: Martin Schulz wählt - und appelliert an Wähler

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat seine Stimmen abgegeben. Dazu kam er in das Wahllokal im Rathaus seiner Heimatstadt Würselen, in Begleitung seiner Ehefrau Inge.
Er hoffe, dass das schöne Wetter dazu beitrage, dass möglichst viele Menschen an der Wahl teilnehmen, sagte der 61-Jährige - und warb nicht explizit für die SPD, sondern forderte die Bürger auf, "demokratischen Parteien ihre Stimme zu geben".

09.11 Uhr: Kleines Trachtenrätsel zur Wahl

Sorbisch-wendische Tracht oder bayerische Tracht?

Hätten Sie es gewusst? Das obere Bild zeigt Anita Storch in einem Wahllokal im Spreewaldorf Lehde (Brandenburg). Sie trägt eine sorbisch-wendischer Festtagstracht. Das untere Bild entstand in Unterwessen in Bayern.

08.00 Uhr: Es geht los an 73.500 Orten

Die Bundestagswahl hat begonnen. Rund 73.500 Wahllokale haben ab sofort geöffnet. Etwa 61,5 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, Erst- und Zweitstimme abzugeben und so über die Zusammensetzung des neuen Bundestags zu entscheiden.
Zeit dafür haben die Bürger bis 18 Uhr, dann schließen die Wahllokale.

Mit Material der dpa
Teaserbild: © dpa