Merkel siegt, die FDP fliegt: In der nationalen und internationalen Presse wird der Wahltriumph von Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Union bei der Bundestagswahl 2013 kommentiert - und ihr bisheriger Koalitionspartner FDP mit Häme verabschiedet.

Medien in Deutschland

"Merkel ist Miss Germany." (stern)

"Spannender, aufregender, spektakulärer geht es kaum. Dieser Wahlabend ist eine Zäsur. Die Kanzlerin triumphiert, die FDP ist zertrümmert. Der Wähler hat sich wieder einmal als unberechenbar erwiesen. Deutschland ist jetzt endgültig Angela-Merkel-Land." (Spiegel)

"Triumphator ist ein Wort, das es eigentlich nur in der männlichen Form gibt; Angela Merkel macht das Wort weiblich." (Süddeutsche Zeitung)

"Nach ihrem triumphalen Wahlsieg mit der Union gehört Angela Merkel nun in die Reihe der ganz großen Kanzler – auch wenn sie ihren bisherigen Partner verloren hat. Ihre Partei weiß, dass sie diesen Sieg allein der Kanzlerin zu verdanken hat." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

"Der Wahlkampf der Union hatte drei Inhalte: Erstens Merkel. Zweitens Merkel. Drittens Merkel." (taz)

"Es ist ein phänomenaler Sieg der Frau, zu der eine Mehrheit der Deutschen Vertrauen hat – und nur das scheint an den Urnen gezählt zu haben. Nicht Steuern, Gerechtigkeit oder der Euro waren entscheidend, sondern diese Frage: Wem trauen die Bürger ruhige Vernunft und gute Nerven im Kanzleramt zu?" (Bild)

"Die FDP ist zerschmettert, gescheitert an der eigenen Hybris, entsorgt aus dem Bundestag, gedemütigt." (Spiegel)

"Wähler schicken FDP mit 65 in Rente." (taz)

"Wähler haben keine Rose für die FDP." (Express)

Internationale Medien

"Die Schwäche der Opposition, Merkels Wendigkeit und der Popularitätsvorsprung gegenüber ihrem Herausforderer sind die Faktoren, die der Union abermals die Macht sichern dürften. In einem anderen Land mit mehr Sorgen und einem raueren politischen Klima wäre dies eine zu bescheidene Bilanz, um dem Wahlabend gelassen entgegenzublicken. In der Wohlfühl-Republik Deutschland jedoch kann es genügen." (Neue Zürcher Zeitung/Schweiz)

"Mit Merkels Mittekurs triumphiert das Mittelmaß. Sie vermittelt den Deutschen Solidität und Stabilität – das scheinen viele zu schätzen." (Der Standard/Österreich)

"Die deutsche Kanzlerin ist nach ihrem historischen Sieg auf dem Weg Margaret Thatcher als am längsten regierende weibliche Führungskraft zu überholen." (The Guardian/Großbritannien)

"Schon wieder verpasst! Zum dritten Mal in Folge war die Sozialdemokratische Partei (SPD) nicht in der Lage, gegen die CDU und Angela Merkel zu gewinnen." (Le Monde/Frankreich)