Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat in einem Interview seinem Ärger über den unvollendeten Flughafen BER Luft gemacht.

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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) empfindet den immer noch unvollendeten Hauptstadtflughafen in Berlin als Ärgernis. "Die ganze Welt lacht über diese Baustelle in unserer Hauptstadt, und ich mag es nicht, wenn Deutschland ausgelacht wird", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Aber ich kann eigentlich auch nur den Kopf schütteln."

Er werde sich mit den Verantwortlichen intensiv mit dem Zeitplan beschäftigen, kündigte der Politiker an. "Es reicht mir nicht, immer nur zu hören: Das wird schon." Er wolle "das Thema hart anpacken".

Flughafen soll 2020 an den Start gehen

Berlin solle außerdem erwägen, ob es Tegel nicht doch offenhalten wolle. "Der Luftverkehr nimmt zu, und das Ergebnis des Volksentscheids sollte den politisch Verantwortlichen erst recht zu denken geben."

Bei dem Entscheid im September 2017 hatten 56,4 Prozent der Wähler dafür gestimmt, den alten Flughafen auch nach Eröffnung des neuen Hauptstadt-Airports BER weiter zu betreiben. Der Senat will den Entscheid aus rechtlichen und finanziellen Gründen nicht umsetzen.

Der neue Flughafen soll nach dem neuesten Zeitplan 2020 an den Start gehen - mit dann neun Jahren Verspätung. Baumängel, Planungsfehler und Technikprobleme ließen zahlreiche Eröffnungstermine platzen.  © dpa

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