US-Präsident Donald Trump bekommt neue Konkurrenz aus den eigenen Reihen. South Carolinas Gouverneur Mark Sanford kündigte an, in das Rennen um die Präsidentschaft 2020 einsteigen zu wollen. Er ist erst der zweite Republikaner, der neben Trump offiziell Ambitionen auf das Amt angemeldet hat.

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Donald Trump hat im parteiinternen Rennen der Republikaner um die US-Präsidentschaftskandidatur einen weiteren Konkurrenten bekommen. Der frühere Gouverneur von South Carolina, Mark Sanford, der während seiner Amtszeit wegen einer außerehelichen Affäre in die Schlagzeilen geraten war, kündigte am Sonntag in einem Interview mit dem Fernsehsender Fox News an, er wolle Trump in den parteiinternen Vorwahlen herausfordern. "Ich glaube, wir müssen uns darüber unterhalten, was es bedeutet, Republikaner zu sein", sagte Sanford. "Als Partei haben wir unseren Kurs verloren." Die Amerikaner hätten außerdem verdient, auswählen zu können.

Kritik an Trump

Sanford kritisierte Trump an mehreren Stellen. Unter anderem beklagte er, dessen Politik immer neuer Strafzölle sei schlecht für die US-Wirtschaft. Insgesamt habe auch die politische Kultur im Land Schaden genommen durch Trump. Dieser will bei der Präsidentschaftswahl 2020 für eine zweite Amtszeit antreten.

Mark Sanford, ehemaliger republikanischer Gouverneur von South Carolina, kündigte am Sonntag an, er wolle Trump in den parteiinternen Vorwahlen herausfordern.

Bei den Republikanern gibt es bislang bereits zwei Gegenkandidaten: den früheren Gouverneur von Massachusetts, Bill Weld, und den konservativen Radio-Moderator und früheren Kongressabgeordneten Joe Walsh. Als Herausforderer des Amtsinhabers werden ihnen allen keine nennenswerten Chancen eingeräumt. Außerdem hat die republikanische Partei in einzelnen US-Staaten entschieden, auf den Vorwahlprozess zu verzichten.

Sanford räumte ein, es werde nicht einfach für ihn. "Dies ist der Anfang eines langen Weges."

Skandal um Sanford

Als Gouverneur von South Carolina war Sanford 2009 fünf Tage lang völlig von der Bildfläche verschwunden. Seiner Frau und seinem Mitarbeiterstab sagte er damals, dass er in der US-Bergregion der Appalachen wandern gehe. Wie sich aber herausstellte, hatte er sich - nicht zum ersten Mal - heimlich mit seiner Geliebten in Argentinien getroffen. Die Geschichte sorgte damals landesweit für Schlagzeilen.

Der Republikaner sagte, er bereue sein Verhalten und habe sich aufrichtig dafür entschuldigt. Er habe aus seinen Fehlern gelernt und glaube an eine zweite Chance. (dpa/mc)

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