Wilbur Ross sieht die USA in einem Handelskrieg. Der US-Wirtschaftsminister wehrt sich zudem gegen die immer wieder aufkommenden Protektionismusvorwürfe.

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US-Wirtschaftsminister Wilbur Ross hat die jüngsten US-Strafzölle auf Waschmaschinen und Solarpaneele verteidigt. "Handelskriege werden jeden Tag ausgefochten. Jeden Tag verletzen verschiedene Parteien die Regeln und ziehen einen unerlaubten Vorteil daraus", sagte Ross am Mittwoch vor Journalisten am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. "Jetzt besetzen die US-Truppen ihre Verteidigungsmauern."

Sorgen vor möglichen Gegenmaßnahmen Chinas habe er nicht, sagte Ross. "Bei jeder handelspolitischen Maßnahme besteht die Möglichkeit einer Vergeltung." Es sei Sache der Chinesen, ob sie reagierten und wie.

Ross wehrt sich gegen Protektionismusvorwürfe

Ross wies Vorwürfe zurück, die USA handelten protektionistisch. "Wenn die USA etwas unternehmen, wird ihnen Protektionismus vorgeworfen. Aber sich an die Regeln zu halten, ist nicht protektionistisch. Es ist unerlässlich, dass die Märkte korrekt funktionieren, dass die Leute korrekt handeln."

Gemeinsam mit US-Finanzminister Steven Mnuchin kündigte Ross weitere Schutzmaßnahmen an, etwa im Stahlsektor, wo die USA auch deutschen Unternehmen unerlaubte Subventionierung vorwerfen.

Mögliche Maßnahmen seien US-Präsident Donald Trump vorgelegt worden, der nun noch knapp drei Monate Zeit hat, sie zu genehmigen.  © dpa

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