Mit einer knappen Mehrheit hat der US-Senat die umstrittene Steuerreform der Republikaner verabschiedet. 51 der 100 Senatoren stimmten am frühen Mittwochmorgen für den Entwurf. Die 48 Senatoren der demokratischen Fraktion votierten geschlossen dagegen.

US-Präsident Donald Trump steht damit unmittelbar vor der größten Errungenschaft seiner bisherigen Amtszeit.

Repräsentantenhaus muss noch zustimmen

Bevor er das Gesetz unterzeichnen kann, muss allerdings das Repräsentantenhaus noch einmal darüber abstimmen.

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Die erste Kammer des Kongresses hatte das Paket bereits am Dienstagnachmittag verabschiedet, allerdings verstießen mehrere Passagen gegen Verfahrensregeln des Senats.

Sie wurden gestrichen, das macht die neue Abstimmung notwendig, weil beide Kammern einen identischen Entwurf annehmen müssen.

Reiche profitieren am meisten

Es galt aber als sicher, dass das Repräsentantenhaus den Entwurf am Mittwoch erneut beschließen wird.

Trump reagierte erfreut auf die Verabschiedung der Steuerreform im US-Senat. Der Senat habe die größte Steuersenkung in der Geschichte beschlossen, schrieb der US-Präsident am frühen Mittwochmorgen im Kurznachrichtendienst Twitter.

Im Mittelpunkt des 500 Seiten starken Entwurfs steht eine massive Senkung der Ertragsteuer für Unternehmen von bisher 35 auf 21 Prozent.

Auch die meisten übrigen Steuerzahler können davon ausgehen, dass sie zumindest vorübergehend weniger Geld an den Fiskus abführen müssen.

Allerdings profitieren die Reichen entgegen der Erklärungen Trumps deutlich stärker als die Ärmeren und die Mittelschicht.

Demonstrationen gegen Steuerreform

Mehrere Demonstranten haben am frühen Mittwochmorgen die Sitzung des US-Senats zur Abstimmung über die Steuerreform der Republikaner gestört.

Von den Zuschauerrängen aus riefen sie die Senatoren dazu auf, gegen das Gesetz zu votieren. Die Polizei des Kongresses wurde angewiesen, die Störer aus dem Saal zu entfernen.

Die Reform ist höchst umstritten. In einer Umfrage der Quinnipiac Universität lehnten 55 Prozent der Befragten sie ab. Lediglich 26 Prozent erklärten ihre Zustimmung dafür.© dpa

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