US-Präsident Donald Trump will das Waffenrecht verschärfen. "Wir können nicht warten und Spielchen spielen, wir müssen etwas tun", sagte Trump am Mittwoch bei einem überparteilichen Treffen mit Senatoren und Abgeordneten.

US-Präsident Donald Trump zeigt sich entschlossen, das Waffenrecht nach dem Schulmassaker von Parkland zu verschärfen. "Wir können nicht warten und Spielchen spielen, wir müssen etwas tun", sagte Trump am Mittwoch bei einem überparteilichen Treffen mit Senatoren und Abgeordneten. "Wir sind entschlossen, unsere Trauer in Taten zu verwandeln", sagte Trump im Weißen Haus.

"Diese Shootings sind nichts Neues, es ist einfach lächerlich" sagte Trump. "Wir müssen unsere Schulen abhärten", sagte er. Dazu gehöre, bestimmte Lehrer mit Waffen auszustatten. "Ich akzeptiere völlig, wenn jemand das anders sieht, aber ich stehe dazu", sagte Trump.

Massive Hintergrundsüberprüfungen

Würden mögliche Angreifer nicht befürchten müssen, dass auch Kugeln aus der anderen Richtung kommen, werde sich nichts ändern, sagte Trump. "Ich fühle das."

Trump sagte, man könne nicht einfach wie ein Reh auf der Lichtung stehen. Aber genau das sei es, was man den Menschen etwa in Schulen zumute.

Trump untermauerte seinen Vorschlag, Hintergrundüberprüfungen von Waffenkäufer zu verbessern. "Sie müssen massiv sein", sagte er.

Heraufsetzen der Altersgrenze

Der US-Präsident sprach sich auch für das Heraufsetzen der Altersgrenze für Gewehre aus, wie sie oft bei Überfällen auf Schulen verwendet werden.

Auch in Parkland wurde eine Waffe im Stil einer AR-15 verwendet. Man dürfe keine Angst vor der Waffenlobby NRA haben, sagte Trump.

Er würde über eine höhere Altersgrenze sehr ernsthaft nachdenken, wenn es einen solchen Gesetzesentwurf geben sollte. Er werde gerade auf diesen Punkt öffentlich sehr oft angesprochen.

Verbot von Schnellfeuerkolben

Derzeit werde an einem präsidialen Dekret gearbeitet, mit dem er Schnellfeuerkolben verbieten werde.

"Wir können das", sagte Trump. Es ist aber rechtlich umstritten, ob der Präsident diese Kolben, die ein halbautomatisches Gewehr feuern lassen wie ein Maschinengewehr, ohne den Kongress verbieten kann.

Trump sagte: "Ich bin der größte Fan des zweiten Verfassungszusatzes." Aus diesem wird über das Recht auf Selbstverteidigung das Recht auf Waffen abgeleitet. "Aber wir müssen etwas tun", sagte Trump, "es sei Zeit". Außerdem wolle er nicht, dass psychisch Kranke Waffen haben.

Bald nach Amtsantritt hatte Trump eine Regelung aufheben lassen, die psychisch Kranken den Kauf von Waffen verbietet.  © dpa