US-Präsident Donald Trump hat die umstrittene Weitergabe von Informationen an Russland verteidigt.

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter äußerte sich der US-Präsident nach der Kritik von Medien.

Die Weitergabe der Informationen sei aus seiner Sicht "vollkommen rechtens" gewesen.

Als Präsident wollte er Fakten mit Russland teilen, welche Terrorismus und Flugsicherheit betroffen hätten.

Auch den Hintergrund seines Handelns legte Trump dar: Seine Beweggründe seien humanitärer Natur gewesen.

Zudem habe er Russland zu mehr Engagement im Kampf gegen Terrorismus und im speziellen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bewegen wollen.

Russland dementiert

Auch Russland hat die Medienberichte über die Weitergabe von vertraulichen Informationen von US-Präsident Donald Trump im Gespräch mit Außenminister Sergej Lawrow zurückgewiesen.

Bei den Berichten handele es sich um "fake news", schrieb Außenamtssprecherin Maria Sacharowa am Dienstag auf Facebook.

"Leute, lest ihr wieder diese amerikanischen Zeitungen? Ihr braucht sie nicht zu lesen. Man kann sie auch für etwas anderes nutzen", schrieb sie weiter. Kremlsprecher Dmitri Peskow bezeichnete die Berichte als "völliger Unsinn".

Mit "fake news" sind beispielsweise frei erfundene, gefälschte oder manipulierte Nachrichten gemeint. Andererseits kanzelt US-Präsident Donald Trump oft für ihn oder seine Regierung unvorteilhafte Berichte als "fake news" ab.

Trump gerät wegen Informationsweitergabe in Bedrängnis

US-Präsident Donald Trump hatte Berichten mehrerer US-Medien zufolge mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow und dem russischen US-Botschafter Sergej Kislyak hochsensibles Geheimdienstmaterial besprochen.

Die beiden Gäste aus Russland hätten bei ihrem Besuch am vergangenen Mittwoch im Weißen Haus mehr erfahren, als die USA mit ihren Verbündeten teile, schrieb die "Washington Post" unter Berufung auf Quellen im Weißen Haus.

Dieser Auffassung widersprach das Weiße Haus umgehend.

Brisant: Die Informationen sollen aus dem inneren Zirkel des Terrornetzwerkes Islamischer Staat stammen, gesammelt vom Geheimdienst eines mit den USA befreundeten Landes.

Der Urheber-Geheimdienst habe für die Weitergabe der Informationen keine Genehmigung erteilt. Hinweisgeber im Weißen Haus berichteten, dass man durch das im Oval Office Gesagte Rückschlüsse auf die Quellen ziehen könne.

Dem US-Präsidenten ist es per Gesetz nicht verboten, Geheimnisse zu lüften. Mit seinem jetzigen Statement sieht sich Donald Trump zudem im Recht. (dpa / mgb)