Donald Trump hat beim Finale um die US-College-Meisterschaft im Football mit rätselhaften Gesangskünsten für Aufsehen gesorgt. Im Fokus: ausgerechnet die Nationalhymne der Vereinigten Staaten.

US-Präsident Donald Trump hat beim Finale um die Meisterschaft im US-College-Football offensichtlich Teile der Nationalhymne nicht gesungen.

Videos, die den 71-Jährigen bei der Eröffnungszeremonie im Mercedes-Benz Stadium in Atlanta zeigen, machten umgehend in sozialen Medien die Runde.

Trump stand während der Hymne auf dem Feld, bevor die Alabama Crimson Tide gegen die Georgia Bulldogs antreten sollten, und brachte es offenbar nicht fertig, den gesamten Text von "The Star-Spangled Banner" mitzusingen

Dass diese Aktion ausgerechnet im Rahmen eines Football-Matches stattfand, verleiht ihr besondere Würze.

Nächstes Kapitel in Posse um Hymne beim Football

Etliche Male hatte sich Trump in der Vergangenheit über NFL-Spieler echauffiert, die während der Hymne knien, um so gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze zu protestieren.

2016 hatte Colin Kaepernick, ehemaliger Quarterback der San Francisco 49ers, diese Bewegung initiiert. Trump beschimpfte Kaepernick im Zuge dessen vergangenen August als "Hurensohn".

Fans der besten Football-Liga der Welt forderte Trump auf, alle Spiele zu boykottieren, bei denen Spieler während der Hymne auf die Knie gehen.

Nur kurze Zeit vor dem College-Finale am Montag (Ortszeit) hatte Trump mit einer Botschaft abermals auf die Wichtigkeit der Hymne hingewiesen.

"Wir wollen, dass unsere Flagge respektiert wird - und wir wollen auch, dass unsere Hymne respektiert wird", schrieb Trump bei Twitter.

Alabama gewinnt dramatisches Endspiel

Der Sport rückte im Zuge des Präsidenten-Auftritts leider in den Hintergrund. Dabei lieferten sich Alabama und Georgia ein spektakuläres Endspiel.

Erst nach Verlängerung konnten sich die Crimson Tide gegen die Bulldogs mit 26:23 durchsetzen.

Nach dramatischem Spielverlauf machte sich Crimson-Tide-Quarterback Tua Tagovailoa in der Overtime zum Helden. Sein Touchdown-Pass über 41 Yards bescherte Alabama den insgesamt 17. Titelgewinn.

Über 77.000 Zuschauer verfolgten die Partie im Stadion. Das College-Finale gilt nach dem Super Bowl als wichtigstes Ereignis im American Football.

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