Donald Trump besucht Mauer-Prototypen für Mexiko-Grenze

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Von
Julian Stalter

Zum ersten Mal hat US-Präsident Donald Trump am Dienstag acht Prototypen für eine geplante Mauer an der Grenze zu Mexiko besichtigt. Begleitet wurde der Besuch von Protesten.

Zum ersten Mal besuchte US-Präsident Donald Trump am Dienstag Prototypen der geplanten Mauer an der Grenze zu Mexiko. Er ließ sich von Grenzschützern acht Modelle zeigen, die in der Nähe von San Diego stehen.
Am wichtigsten sei, so Trump, dass die Mauer hoch genug sei und durchsichtig – damit die Grenzschützer sehen können, was auf der anderen Seite geschehe.
Auch wenn die derzeitigen Modelle noch aus blickdichtem Beton sind, zeigte sich Trump begeistert: "Fantastisch", sagte er beim Anblick der Modelle, die zwischen 5,50 und 9,10 Meter hoch sind.
Die Mauer sei nötig, um Amerika zu schützen. Trump stellte fest: "Wenn man kein Mauer-System hat, hat man kein Land."
"Mexiko hat eine Menge Probleme, unter anderem die Drogenkartelle", so der US-Präsident. Indem die Mauer vor Schäden durch illegale Einwanderung und Drogenhandel schütze, spare sie laut Trump dem Steuerzahler Hunderte Milliarden Dollar.
Kritik von Trump musste Kaliforniens demokratischer Gouverneur Jerry Brown einstecken: "Er macht einen schrecklichen Job." Der ganze Staat sei außer Kontrolle und von mexikanischer Seite mit Drogen überflutet. Die Mauer solle dem ein Ende bereiten.
Indem bestimmte Städte Kaliforniens illegalen Migranten Unterschlupf gewährten, setzten sie die Sicherheit der gesamten USA aufs Spiel, so Trump.
Massive Proteste auf beiden Seiten begleiteten den Besuch des US-Präsidenten. Kalifornien gilt traditionell als liberal. Trump besuchte den Staat an der Westküste zum ersten Mal während seiner Amtszeit.
Auch auf mexikanischer Seite - wie hier in Tijuana - wurde demonstriert. Nicht nur der geplante Mauerbau, auch die massiv gestiegenen Abschiebungen illegaler Immigranten aus den USA wurden kritisiert.
Anschließend reiste Trump nach Los Angeles, um auf einer Veranstaltung im reichen Stadtviertel Beverly Hills Spenden zu sammeln. Doch auch hier fanden sich zahlreiche Menschen zu friedlichem Protest zusammen.