Donald Trump hat einen Nachfolger für den geschassten FBI-Chef James Comey benannt. Seine Wahl ist auf den relativ unbekannten Christopher A. Wray gefallen.

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch auf Twitter verkündet, dass Christopher A. Wray James Comey im Amt als Direktor des FBI nachfolgen soll.

Trump nannte Wray einen "Mann mit einwandfreien Referenzen".

Wray, Jahrgang 1967, hat an der renommierten Universität in Yale Jura studiert. Er war unter Präsident George W. Bush für das Justizministerium tätig.

Heute arbeitet er in Washington D.C. als selbstständiger Anwalt.

Die Neubesetzung des Postens war nötig, weil Trump Comey am 9. Mai fristlose entlassen hatte. Trump hatte den Schritt damit begründet, Comey habe "keinen guten Job" gemacht. Kritiker sehen den eigentlichen Grund für den Rauswurf in Comeys Ermittlungen in der Russland-Affäre, die Trump und sein Team schwer belastet.

Aussage von Comey mit Spannung erwartet

Der Chef der Bundespolizei FBI wird vom Präsidenten ernannt und muss vom Senat mit einer einfachen Mehrheit bestätigt werden.

Trump machte seine Mitteilung nur zwei Stunden vor einer mit Spannung erwarteten Anhörung führender Geheimdienstler vor dem Senat.

Am Donnerstag wird Comey selbst vor einem Senatskomitee aussagen.

(mcf)