In den USA ist eine Diskussion darüber entbrannt, dass Donald Trump möglicherweise eine Entlassung von Sonderermittler Robert Mueller vorantreiben würde.

Mueller ist damit beauftragt, die Beziehungen von Mitgliedern der US-Regierung zu Russland zu untersuchen.

Anlass für die jüngsten Spekulationen sind brisante Aussagen von Chris Ruddy, eines Freundes von Donald Trump.

Gegenüber dem US-Sender "PBS" sagte Ruddy: "Ich glaube, er erwägt diese Option."

Ruddy ist Republikaner und war einer der ersten Unterstützer Trumps zu Beginn des Präsidentschaftswahlkampfes.

Die brisanten Aussagen von Ruddy scheinen auch das Weiße Haus zu überraschen.

Weißes Haus kontert Spekulationen

Pressesprecher Sean Spicer stellte unmittelbar klar, dass Trump sich zu dem Thema nicht geäußert habe. "Mr. Ruddy hat über dieses Thema nie mit dem Präsidenten gesprochen", so Spicer.

Der "New York Times" zufolge habe Ruddy den Präsidenten bei seinem Besuch im Weißen Haus nicht einmal persönlich getroffen.

Eine Entlassung Muellers wäre eine hochbrisante Entwicklung. Donald Trump steht bereits unter Verdacht, die Justiz in den Russland-Ermittlungen beeinflusst zu haben.

Dynamik hatten die Vorwürfe erhalten, nachdem Trump James Comey als FBI-Chef entlassen hatte.

Diese Entscheidung hatte mitunter erst zur Berufung Muellers zum Sonderermittler geführt.

Republikanische Unterstützer von Donald Trump hatten die Bestellung Muellers bereits seit Wochen kritisiert. Sie unterstellen ihm, in der Angelegenheit nicht neutral zu ermitteln.

Trump will unter Eid vor Mueller aussagen

Die Untersuchung sei politisch motiviert, schrieb unter anderem der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses Newt Gingrich auf Twitter.

Nach der Senatsanhörung des früheren FBI-Chefs Comey hatte Trump dessen zentralen Vorwürfen mit Vehemenz widersprochen.

Er erklärte, er habe Comey kein Loyalitätsversprechen abgenommen, anders als dieser behaupte. Auch habe er Comey nicht gebeten, Ermittlungen des FBI gegen den früheren nationalen Sicherheitsberater Mike Flynn wegen dessen Russland-Kontakten einzustellen.

Trump sagte, er werde diese Aussagen auch unter Eid wiederholen. "Zu 100 Prozent", sagte der Präsident. Er beantworte diese Fragen gerne dem FBI-Sonderermittler Robert Mueller.

(ada/dpa)