Nach anhaltender Kritik will die US-Regierung nun doch Schnellfeueraufsätze verbieten. Am Samstag werden derweil Hunderttausende gegen Waffengewalt auf die Straße gehen.

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Kurz vor einer geplanten Großdemonstration gegen Waffengewalt in Washington hat die US-Regierung ein Verbot von Schnellfeueraufsätzen vorgelegt.

Das Justizministerium wolle "Bump Stock" der Kategorie Maschinengewehre zuordnen, teilte Justizminister Jeff Sessions am Freitag mit.

Durch die neue Kategorisierung würden die Vorrichtungen, die eine halbautomatische Waffe zu einer Maschinenpistole mit Dauerfeuer umfunktionierten, de facto verboten.

Nach der "sinnlosen Attacke in Las Vegas" sei diese Maßnahme ein wichtiger Schritt zur Reduzierung der Waffengewalt, sagte Sessions.

Sollte die geplante Gesetzesänderung ohne Widerspruch in Kraft treten, müssten die Besitzer von Schnellfeueraufsätzen ihre Vorrichtungen abgeben, zerstören oder unbenutzbar machen.

Hunderttausende gehen auf die Straße

Einen solchen "Bump Stock" genannten Plastikaufsatz hatte im Oktober 2017 auch der Attentäter von Las Vegas benutzt. Er tötete 58 Menschen und sich selbst.

Mehr als einen Monat nach dem Massaker an einer Schule in Florida haben überlebende Schüler unterdessen für Samstag eine Großdemonstration gegen Waffengewalt in Washington organisiert.

Bei der Protestaktion mit dem Titel "Marsch für unsere Leben" werden Hunderttausende Teilnehmer erwartet.

Am 14. Februar hatte der 19-jährige Nikolas Cruz an der Marjory Stoneman Douglas Highschool 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschossen. Seitdem kam es landesweit immer wieder zu Protesten durch Schüler.  © dpa