Der Gouverneur des US-Bundesstaates Utah, Spencer Cox, beklagt mangelnden Enthusiasmus unter Amerikanern auf dem Weg zur nächsten Präsidentenwahl im kommenden Jahr. "Wir schlafwandeln quasi in diese Wahl hinein, von der niemand begeistert ist", sagte der Republikaner Cox, der momentan die Runde der Gouverneure aller US-Bundesstaaten leitet, am Sonntag dem Fernsehsender CNN.

Mehr News zur US-Politik

Umfragen zeigten, dass sowohl die Mehrheit der Republikaner als auch die Mehrheit der Demokraten nicht begeistert seien von den jeweiligen Spitzenreitern unter ihren parteiinternen Präsidentschaftsbewerbern.

Bei den Demokraten bewirbt sich Präsident Joe Biden (80) um eine zweite Amtszeit - ohne ernstzunehmende Konkurrenz. Bei den Republikanern liegt Ex-Präsident Donald Trump (77) unter den Anwärtern seiner Partei in Umfragen derzeit mit weitem Abstand vorne. Damit läuft es womöglich auf ein erneutes Rennen zwischen den beiden hinaus. Wer am Ende als offizieller Kandidat einer Partei antritt, wird in den Monaten vor der Wahl in parteiinternen Vorwahlen bestimmt.

Politische Spaltung in den USA wird stärker

Cox beklagte, die Wahl 2024 werde begleitet von allergrößter Spaltung. Gemeinsam mit seinem demokratischen Amtskollegen aus Colorado, dem Gouverneur Jared Polis, habe er daher eine Initiative gestartet, um für eine bessere Diskussionskultur im Land zu werben.

Die USA könnten nicht weitermachen wie bisher, mahnte Cox mit Blick auf die große Spaltung zwischen beiden politischen Lagern. Demokraten und Republikaner stehen sich bei vielen Themen unversöhnlich, und zum Teil feindlich, gegenüber. Das betrifft nicht nur Diskussionen in der Politik, sondern auch in Familien und unter Freunden und Bekannten. Polis betonte, es gehe nicht darum, bei allem einer Meinung zu sein. Wichtig sei aber, einander respektvoll zu begegnen.  © dpa

JTI zertifiziert JTI zertifiziert

"So arbeitet die Redaktion" informiert Sie, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte stammen. Bei der Berichterstattung halten wir uns an die Richtlinien der Journalism Trust Initiative.