• Der republikanische Gouverneur Ron DeSantis lässt öffentlichkeitswirksam Migranten auf die Ferieninsel Martha's Vineyard bringen.
  • Nun ermittelt der demokratische Polizeichef von Bexar County.
  • "Ich glaube, dass jemand von außerhalb unseres Staates kam und auf diese Menschen Jagd machte und sie mit Versprechungen eines besseren Lebens lockte."

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Die öffentlichkeitswirksame Aktion von Floridas Gouverneur, Migranten per Flugzeug auf die Ferieninsel Martha's Vineyard zu bringen, ruft nun auch die Polizei auf den Plan. Ein texanischer Sheriff kündigte am Montag (Ortszeit) eine Untersuchung des Falles an. "Ich glaube, dass jemand von außerhalb unseres Staates kam und auf diese Menschen Jagd machte und sie mit Versprechungen eines besseren Lebens lockte", sagte der demokratische Polizeichef von Bexar County, Javier Salazar.

Der republikanische Gouverneur Ron DeSantis hatte vergangene Woche unangekündigt mehrere Dutzend Migranten per Flugzeug auf die Insel Martha's Vineyard im Bundesstaat Massachusetts bringen lassen. Sie ist als nobler Ferienort bekannt. Die Migranten waren vom US-Bundesstaat Texas aus über Florida auf die Insel geflogen worden. DeSantis behauptete, dass sie ausgewählt worden seien, weil sie eigentlich von Texas aus nach Florida hätten kommen wollen. In US-Medien hieß es, dass etliche der Migranten nicht gewusst hätten, wohin sie eigentlich gebracht würden.

48 Migranten unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zu einem mehrtägigen Aufenthalt in einem Hotel gelockt

"Soweit wir wissen, wurden 48 Migranten unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zu einem mehrtägigen Aufenthalt in einem Hotel gelockt", so der texanische Sheriff. Dann seien sie per Flugzeug weggebracht worden. "Wir alle wissen, dass während einer politischen Kampagne die Dinge aus dem Ruder laufen können", sagte Salazar. Aber wenn man mit dem Leben von Menschen spiele, die sich bereits in einer verzweifelten Situation befänden, sei das beunruhigend.

Der Sheriff machte keine Angaben dazu, gegen welche Gesetze möglicherweise verstoßen worden sei. "Wir glauben, dass hier einige kriminelle Aktivitäten im Spiel sind", sagte er. Die US-Regierung hatte DeSantis scharf kritisiert. Der Gouverneur hatte hingegen angekündigt, dass es weitere Aktionen geben solle. Auch andere republikanische Gouverneure hatten zuletzt in großer Zahl Migranten in demokratisch geprägte Regionen des Landes geschafft.  © dpa