Die USA haben damit begonnen, ihre Truppen aus dem Bürgerkriegsgebiet in Syrien abzuziehen. Offen blieb zunächst, wie genau der Rückzug aussehen wird. Experten sehen die Entscheidung Donald Trumps kritisch.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Die US-geführte Militärkoalition in Syrien hat den Beginn des Abzugs aus dem Land bekannt gegeben. Aus Sicherheitsgründen würden keine Angaben zum Zeitplan, zu konkreten Orten oder Truppenbewegungen gemacht, erklärte ein Sprecher des Bündnisses am Freitag.

Zuvor hatte ein Vertreter aus dem US-Verteidigungsbereich berichtet, die USA hätten mit dem Abzug von militärischem Material aus dem Bürgerkriegsland begonnen.

Trump hatte den Abzug angekündigt

US-Präsident Donald Trump hatte kurz vor Weihnachten mit der Ankündigung überrascht, umgehend alle US-Soldaten aus dem Bürgerkriegsland abzuziehen, da der Kampf gegen den IS gewonnen sei.

Aus Protest gegen die Ankündigung war Verteidigungsminister James Mattis zurückgetreten.

Später schränkte Trump seine Ankündigung stark ein und erklärte, der Abzug solle "vorsichtig" und in "angemessenem Tempo" vollzogen werden.

Viele Fachleute befürchten durch das Verschwinden der koalitionären Truppen ein Erstarken der Terroroganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien. Die mit den USA verbündeten Kurden könnten zudem darunter leiden, dass Russland und der Iran das militärische Vakuum in Syrien für ihre Interessen nutzen. (hau/afp)

Bildergalerie starten

Bürgerkrieg in Syrien: Eine Chronologie des Konflikts

Seit mehr als sieben Jahren tobt in Syrien der Bürgerkrieg und noch geht das Morden weiter. Tag für Tag. Eine Chronologie der wichtigsten Ereignisse. (dpa/thp/mcf)