Vor ihrem Besuch bei der bis Freitag laufenden Konferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu Umwelt und Gesundheit wirbt Bundesumweltministerin Steffi Lemke für mehr Chemikaliensicherheit. "Wir brauchen einen Aufbruch im internationalen Chemikalien- und Abfallmanagement, um die Verschmutzung durch gefährliche Chemikalien und Abfälle zu verringern", sagte die Grünen-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. "Nötig sind praktische Lösungen im gesamten Lebenszyklus von Chemikalien, um Schäden für die Gesundheit der Menschen und für die Umwelt abzuwenden."

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Lemke sagte, bei der Konferenz in Budapest werde die internationale Zusammenarbeit für Umwelt und Gesundheit vertieft. "Dabei werden wir auch die Chemikaliensicherheit in den Fokus nehmen." Dies sende ein starkes Signal für die Weltchemikalienkonferenz ICCM5, die im September unter deutschem Vorsitz in Bonn stattfinden werde.

Die Umweltministerin betonte, die Menschen seien umgeben von Chemikalien, sie seien in 95 Prozent aller Produkte enthalten. Die weltweite Chemikalienproduktion steige rapide an und werde sich voraussichtlich im Zeitraum 2000 bis 2030 vervierfacht haben. "Das bedeutet, dass auch die Umweltverschmutzung und die Gesundheitsrisiken zunehmen werden."  © dpa

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