• Die geplante Gasumlage von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hatte zuletzt für viel Kritik gesorgt.
  • Nun hat Habeck eine Änderung angekündigt.
  • Diese soll dafür sorgen, dass die Zusatzzahlungen der Gaskunden dort angekommen, wo sie wirklich benötigt werden.

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Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat eine Änderung der geplanten Gasumlage zugesagt. Mit der Änderung soll verhindert werden, dass von diesen Zusatzzahlungen der Gaskunden auch Unternehmen profitieren, die dies wirtschaftlich nicht benötigen. "Deswegen muss man jetzt hart an dem Problem arbeiten. Und das tun wir auch", sagte der Grünen-Politiker am Sonntagabend im ZDF-"heute journal". "Wir werden dieses Problem lösen."

Die Herausforderung bestehe darin, die Versorgung der Bevölkerung und der Unternehmen mit Gas zu gewährleisten, "und eben die stand in Gefahr", erklärte Habeck. Direkte Staatshilfen an angeschlagene Unternehmen seien keine Lösung. "Eine dauerhafte Finanzierung durch den Staat ist eben noch kein Geschäftsmodell, und deswegen mussten wir diese Umlage wählen", erläuterte er. "Wir müssen sehen, dass diese Unternehmen, die eigentlich keinen Zugang zu dieser Umlage brauchen, ihn auch nicht bekommen."

Gasspeicher gut gefüllt, dennoch keine Entspannung

Der Grünen-Politiker warnte davor, die gute Füllstandslage bei den Gasspeichern als Entspannung zu werten. Das gespeicherte Gas solle im Winter in möglicherweise angespannter Lage "als Reserve wieder ausgespeichert werden" - aber wie stabil dann die Lage sein werde, "kann keiner jetzt vorhersagen".

Die Gasspeicher sind bereits zu 82 Prozent gefüllt und dürften damit bereits demnächst den für Oktober angestrebten Füllstand von 85 Prozent erreichen. "Wir haben die nur so voll gekriegt, weil die Verbräuche im Sommer heruntergegangen sind. Und deswegen ist der Appell nach wie vor richtig: Wir müssen die Gasverbräuche herunterbringen in Deutschland", mahnte der Minister. (br/dpa)

Habeck beklagt Trittbrettfahrer bei Gasumlage

Mit der Gasumlage sollen Firmen, die russische Lieferungen durch teuere Käufe ausgleichen müssen, vor dem Zusammenbruch bewahrt werden. Doch es machen auch Importeure mit hohen Gewinnen Ansprüche geltend - das will Wirtschaftsminister Habeck verhindern.