US-Präsident Donald Trump sieht sich mit den schlechtesten Umfragewerten seit Amtsantritt konfrontiert. Die Befragung durch die Quinnipiac-Universität in Connecticut zeigt auch noch einen anderen Aspekt: US-Wähler vertrauen den Medien und Gerichten mehr, als ihrem Präsidenten.

Amerikanische Wähler strafen Trump ab: Zu diesem Ergebnis kommt die unabhängige Umfrage der Universität Quinnipiac. Von Anfang Februar bis jetzt sind seine Zustimmungswerte demnach deutlich gesunken - von 42 Prozent auf 38 Prozent. Das ist das schlechteste Ergebnis, seitdem Trump im Amt ist.

"Trumps Beliebtheit sinkt wie ein Stein", sagt Tim Malloy von der Universität Quinnipiac. Er verliere bei den Punkten Ehrlichkeit, Mitgefühl, Ausgeglichenheit und der Fähigkeit, das Land zu einen. "Zwei seiner starken Punkte, Führungsstärke und Intelligenz, sinken auf einen neuen Tiefstand", so Malloy weiter.

US-Wähler vertrauen eher den Gerichten

Eine zentrale Frage in der Erhebung: Macht Trump das, was richtig ist? 38 Prozent der Amerikaner gaben dazu an, dass sie Trump "fast die meiste Zeit" oder "die meiste Zeit" vertrauen. 61 Prozent hingegen sind der Meinung, dass sie ihrem Präsidenten "ab und zu" oder "fast nie" darauf vertrauen, dass er das Richtige tut.

Im Gegensatz dazu vertrauen 58 Prozent der Befragten, dass die Gerichte richtig handeln. 40 Prozent gaben an, dass die Gerichte ihrer Meinung nach "ab und zu" und "fast nie" richtige Entscheidungen treffen.

59 Prozent begrüßten demnach die Entscheidung der Gerichte, das Einreisedekret von Trump zu stoppen, das die Einreise von Menschen aus sieben muslimischen Ländern verbieten sollte.

Medien sind beliebter als Trump

Die Hälfte der Amerikaner ist nicht zufrieden damit, wie in den Medien über Donald Trump berichtet wird. 61 Prozent verurteilen jedoch, wie Trump über die Medien spricht.

Er hatte in der jüngsten Vergangenheit die Medien häufig angegriffen und ihnen vorgeworfen, nicht über die Wahrheit zu berichten.

"Die Medien, die von der Trump-Regierung derart dämonisiert werden, sind um einiges beliebter als der Präsident selbst", erklärt Malloy. 52 Prozent sind der Meinung, die Medien würden wahrheitsgemäß über wichtige Themen berichten. Über Trump denken das nur 37 Prozent.

Für die Umfrage wurden 1.323 Wähler überall in den USA interviewt. Die genauen Details zur Erhebung der Umfrage können Sie hier einsehen. (she)