Vor dem Hintergrund der Gedenkveranstaltungen anlässlich des Endes des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren hat EU-Ratspräsident Donald Tusk populistische Kräfte in Europa und US-Präsident Donald Trump kritisiert. In einem Zeitungsinterview wirft er Trump vor, er betreibe eine Politik der Spaltung.

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EU-Ratspräsident Donald Tusk hat vor einem Erstarken populistischer und integrationsfeindlicher Kräfte in Europa und den USA gewarnt. Auf beiden Seiten des Atlantiks steige die Zustimmung für Politiker, die "eher auf Konflikt als auf Kooperation, eher auf Zerfall als auf Integration" setzten, kritisierte er in einer Rede in der polnischen Stadt Lodz aus Anlass des 100. Jahrestages der Wiedererlangung der polnischen Unabhängigkeit 1918. Seine Rede war auszugsweise im polnischen TV-Sender TVN24 zu sehen.

Kritik an Trump

Auch in Polen sehe er politische Kräfte am Werk, die sich für den EU-Austritt Großbritanniens begeisterten, über isolationistische Tendenzen in den USA freuten und mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sympathisierten, sagte Tusk.

Zuvor hatte der aus Polen stammende EU-Politiker in einem Interview der Zeitung "Gazeta Wyborcza" (Samstag) den amerikanischen Präsidenten Donald Trump scharf kritisiert: "Zum ersten Mal in der Geschichte haben wir ein Amerika, das der Idee eines vereinten Europa nicht wohlgesonnen ist." Trump habe sich dafür entschieden, die Welt zu spalten: auf der einen Seite Amerika und auf der anderen Seite lauter geschwächte Einzelstaaten. (mc/dpa)

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