Vor Gesprächen mit europäischen Spitzenpolitikern über Migration hat Tunesiens Präsident Kais Saied eine Rolle seines Landes als Grenzpolizei für Europa ausgeschlossen. "Wir können keine Rolle erfüllen, (...) in der wir ihre Länder bewachen", sagte Saied am Samstag nach einem Besuch in der Küstenstadt Sfax, von wo aus regelmäßig Boote mit Migranten ablegen. Fragen beim Umgang mit Migranten müssten auf humanitäre Weise und im Kollektiv sowie im Einklang mit geltendem Recht gelöst werden, sagte Saied nach Angaben seines Büros. Migranten seien "leider Opfer eines globalen Systems, das sie nicht als Menschen sondern als reine Zahlen behandelt".

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Von der Leyen in Tunesien erwartet

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die Regierungschefs Italiens und der Niederlande, Giorgia Meloni und Mark Rutte, wurden am Sonntag zu Gesprächen in Tunesien erwartet. In der Hauptstadt Tunis wollten sie bei einem Treffen mit Saied über Migration beraten. Die irreguläre Migration aus dem nordafrikanischen Land in die EU hat in den vergangenen Monaten stark zugenommen.  © dpa

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