Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch will die inhaftierte Oppositionsführerin Julia Timoschenko offenbar ins Ausland reisen lassen.

Wenn das Parlament einem entsprechenden Gesetz zustimme, werde er dieses unterzeichnen, sagte Janukowitsch laut Nachrichtenagentur Interfax in Donezk.

Erst gestern hatte die Berliner Charité hat ihr Angebot erneuert, die inhaftierte ukrainische Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko zu operieren. "Aufgrund der langen Leidensgeschichte und wegen eines Rückfalls hatten wir Frau Timoschenko im Juni nach einer Untersuchung zu einer Operation geraten", sagte der Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums, Karl Max Einhäupl. "Wir stehen nach wie vor dazu, Frau Timoschenko in der Charité zu behandeln."

Bereits mehrfach hatten die Berliner Ärzte Timoschenko in der Ukraine wegen ihres Rückenleidens untersucht und therapiert. Der zuständige EU-Kommissar hatte sich am Dienstag zuversichtlich gezeigt, dass Timoschenko in den nächsten Wochen begnadigt wird und nach Deutschland ausreisen darf. (jfi/dpa)