Rechtsextremismus

In Chemnitz haben am Montagabend Zehntausende bei einem Protestkonzert mit Bands wie Kraftklub oder den Toten Hosen ein Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt. Aber wie geht es jetzt in der Stadt und in ganz Sachsen weiter? So hat die Presse das Konzert kommentiert.

Chemnitz wird zum Talkshow-Dauerbrenner: Wie schon einige ihrer Kollegen diskutierte am Sonntagabend auch Anne Will mit ihren Gästen über die rechten Ausschreitungen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer verteidigte die sächsische Polizei vehement - und untermauerte so letztendlich ausgerechnet die Argumente der Kritiker. 

Viele Kritiker sehen die AfD immer mehr in den Rechtsextremismus abdriften. Ist die Partei tatsächlich ein Fall für den Verfassungsschutz? In einer aktuellen Umfrage wurde nun die Meinung der Deutschen zu dieser Thematik abgefragt.

Die Menschenjagd in Chemnitz sorgt für eine bundesweite Debatte über Rechtsextremismus, Selbstjustiz, Hass und Demokratie. Dabei richtet sich der Blick immer wieder in den Osten. Rechtsextremismus-Experte Prof. Dr. Dierk Borstel erklärt, warum immer wieder Sachsen Schlagzeilen macht und warnt: "Wenn wir nicht massiv intervenieren, dann war das erst der Anfang".

Ein Gewaltexzess der rechten Szene wie in Chemnitz darf sich nicht wiederholen - da sind sich Politiker aller Parteien einig. Doch was tun gegen den Mob? Erste Antworten: 

Weil Teile der Bewegung "zu schwersten Gewalttaten" bereit seien, warnt der Verfassungsschutz in seinem aktuellen Jahresbericht vor den sogenannten Reichsbürgern. Wer sind diese Verschwörungstheoretiker? 

Affenlaute, Beleidigungen, Nazi-Plakate: Der russische Fußball hat ein großes Problem mit Rassismus. Trotzdem stellt ein Experte einen Rückgang solcher Vorfälle fest. Dass es bei der WM bisher ruhig geblieben ist, hat aber andere Gründe.

25 Prozent mehr rechtsextreme Verdachtsfälle in der Bundeswehr - ist das eine schleichende Radikalisierung der Truppe? Der deutsche Militärgeheimdienst MAD hat eine andere ...

Der Militärgeheimdienst MAD prüft so viele Fälle von Rechtsextremismus in der Truppe wie seit Jahren nicht mehr. Grund dafür ist wohl vor allem ein Soldat.

In den Wahlergebnissen der vergangenen Jahre zeichnet sich noch immer ein tiefer politischer Graben zwischen dem Westen und dem Osten Deutschlands ab: Ihre besten Wahlergebnisse erzielte die AfD in der ehemaligen DDR. Bevor ihr das in einem der alten Bundesländer gelang, zog sie in die Landtage von Sachsen, Thüringen und Brandenburg ein. Warum tickt Ostdeutschland immer noch anders?

Die Hooligans - lange schienen sie von der Bildfläche verschwunden. Spätestens seit der Demonstration "Hooligans gegen Salafisten" (HoGeSa) 2014 stehen sie wieder im Fokus der Öffentlichkeit. Der Rechtsextremismus- und Fußballexperte Robert Claus hat in seinem neu erschienenen Buch die Entwicklung der Szene nachgezeichnet.

Zum zweiten Mal ist der Versuch, die rechtsextremistische Partei NPD zu verbieten, vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert. Je nach Parteizugehörigkeit bewerten deutsche Politiker die Entscheidung sehr unterschiedlich.

Im mittelfränkischen Georgensgmünd schießt ein sogenannter "Reichsbürger" auf ein Sondereinsatzkommando der Polizei. Vier Beamte werden dabei verletzt. Einer so schwer, dass er im Krankenhaus verstirbt. Der Fall hebt das Phänomen der "Reichsbürger" wieder in die Öffentlichkeit und wirft Fragen auf über die Absichten und Gefährlichkeit dieser Bewegung.

Bautzen, Freital, Clausnitz: Diese Städte in Sachsen sind zum Symbol geworden für Fremdenhass. Warum ist die Stimmung Sachsen? Eine Spurensuche.

Wer steckt hinter den Flüchtlingsprotesten? Laut Extremismus-Forscher Fabian Virchow auch die NPD. Man dürfe die rechtsradikale Partei nicht abschreiben - auch wenn sie aktuell kaum sichtbar sei. Auch deswegen sei der zweite Anlauf für ein Parteiverbotsverfahren richtig.

Freital, Clausnitz, Bautzen: Diese Städte in Sachsen sind zum Symbol geworden für Fremdenhass. Warum häufen sich rechte Straftaten in Sachsen? Eine Spurensuche.

Rechtsextreme Straftaten von Tätern aus der bürgerlichen Mitte nehmen rasant zu. Vermeintlich "normale" Bürger werden zu Brandstiftern. Doch wie kann das sein? Warum greifen sie plötzlich zu radikalen Mitteln? Antworten eines Rechtsextremismusforschers.

Die Ereignisse von Köln scheinen viele Vorurteile zu bestätigen. Rechtsextremismus-Expertin Beate Küpper sieht eine Doppelmoral in der öffentlichen Debatte und warnt vor einer Zunahme rechter Gewalt: Die kollektive Wut könnte auch bisher unauffällige Menschen enthemmen.

Dresden, Freital, Heidenau: Besonders ostdeutsche Städte gerieten zuletzt durch Fremdenfeindlichkeit in die Negativschlagzeilen. Dennoch wehren sich die Ost-Ministerpräsidenten gegen die Stigmatisierung einer ganzen Region. Wie braun ist der Osten denn nun?

Tröglitz und Freital sind in diesem Jahr zu Synonymen für Fremdenfeindlichkeit geworden. Doch auch an anderen Orten gibt es Demonstrationen - vor allem gegen Flüchtlinge. Dabei kommt es auch immer wieder zu Gewaltexzessen. Offenbar ist rechtes Gedankengut weit verbreitet. Das Alarmierende daran: Ausländerfeindlichkeit gibt es in allen Schichten.

Ostdeutschland hat ein Problem mit Rechtsextremismus. Das ist nichts Neues. Die "Pegida"-Bewegung zeigt, dass die Politik immer noch viel zu wenig gegen Fremdenfeindlichkeit unternimmt.

Mit einer Menschenkette haben Bürger von Vorra nach den Brandanschlägen auf fast bezugsfertige Flüchtlingsunterkünfte gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus protestiert....