Matteo Salvini

Den Machtkampf im Sommer hat Matteo Salvini verloren - und darüber auch seinen Posten als italienischer Innenminister. Doch der Lega-Chef hat bereits neue Pläne.

Seit langem wird in der EU über die Verteilung von Flüchtlingen gestritten, die in Italien ankommen. Nun sendet Innenminister Seehofer ein Signal des Entgegenkommens - just bevor er hohen Besuch aus Rom empfängt. Ziehen andere Länder nach?

"Verräter, Verräter", rufen ihm seine Gegner zu. Doch Italiens Premierminister Conte kann nun wirklich loslegen. Im Senat kam es noch einmal zum Schlagabtausch mit einem früheren Weggefährten.

Das Rettungsschiff "Ocean Viking" hat weitere Migranten auf dem Mittelmeer aufgenommen. In der Nacht seien bei schlechtem Wetter 34 Menschen von dem Segelboot "Josefa" gerettet worden, teilten die Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée am Dienstag mit. 

Italien hat eine neue Regierung: Die populistische Fünf-Sterne-Bewegung und die Sozialdemokraten bilden eine Koalition.

Das Ende der italienischen Regierungskrise naht. Das Land könnte schon bald eine europafreundlichere Regierung haben. Der Plan des Rechtspopulisten Salvini ist gescheitert. Doch es gibt noch Stolpersteine.

Matteo Salvini hat sich verzockt. Der Lega-Chef ließ Italiens Regierung platzen, um nach Neuwahlen selbst Ministerpräsident zu werden. Doch Fünf-Sterne-Bewegung und Sozialdemokraten haben ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem sie sich zu Koalitionären zusammenrauften. Salvini ist der Verlierer der Stunde. Um ihn abzuschreiben ist es aber zu früh. 

In Italien dürfte nun die «Anti-Salvini-Allianz» aus Fünf-Sterne-Bewegung und Sozialdemokraten antreten. Für Europa wäre das eine Erleichterung, für Rechtspopulist Salvini eine Niederlage. Doch viele zweifeln an der Haltbarkeit einer solchen Koalition.

Italien sucht nach einem Ausweg aus der Regierungskrise - und ausgerechnet eine Allianz aus der populistische Fünf-Sterne-Bewegung und der sozialdemokratischen Oppositionspartei PD soll es richten. Dabei sind die beiden Parteien seit jeher zerstritten. Keine einfache Situation. Doch heute muss eine Entscheidung her. 

In Italien geht es drunter und drüber: In Mitten dieser Krise hat sich US-Präsident Donald Trump eingemischt und offen für Giuseppe für Conte als Premier geworben. Währenddessen setzen die Sterne den Sozialdemokraten das Messer auf die Brust. Der Staatspräsident muss nun einen Ausweg aus dieser Sackgasse finden.

Die Stunde der Entscheidung im italienischen Polit-Poker rückt näher. Klappt es mit der Anti-Salvini-Allianz zwischen Sozialdemokraten und Sterne-Bewegung? Und wird ein alter Bekannter wieder Premier? Der Staatspräsident muss nun ein Urteil fällen.

In den Verhandlungen über eine neue Regierung für Italien sind die Fronten zwischen der bisher regierenden Fünf-Sterne-Bewegung und den oppositionellen Sozialdemokraten (PD) verhärtet. Die Fünf Sterne wollen den bisherigen Regierungschef Giuseppe Conte auch an der Spitze einer neuen Koalition haben. 

Italien braucht eine schnelle Lösung in der Regierungskrise. Ein Anfang scheint nun gemacht. Doch führt der Weg wirklich an einer Neuwahl vorbei?

Es braucht eine schnelle Lösung in der italienischen Regierungskrise. Das macht Staatspräsident Mattarella nach der ersten Beratungsrunde sehr deutlich. Den Parteien will er nun dennoch mehr Zeit zum Verhandeln geben.

Nach dem Scheitern der Regierung befindet sich Italien in einer Staatskrise. Der Italien-Experte Christian Jansen erklärt im Interview, ob sich Innenminister Matteo Salvini verzockt hat, welche Schuld Deutschland am italienischen Debakel trägt und was die Italiener an Populisten reizt.

Nach mehr als einem Jahr Dauerstress ist Italiens populistische Regierung gescheitert. Ministerpräsident Conte tritt ab und knöpft sich Hardliner Salvini vor. Der eröffnet den Gegenangriff. Doch den Weg an die Macht könnten ihm alte und neue Feinde verbauen.

Es könnte kaum absurder sein: Auf dem Rettungsschiff «Open Arms» ist die Lage außer Kontrolle. Migranten springen ins Wasser. Nun entscheidet die Justiz. Und stellt andere Pläne wieder auf den Kopf.

Am Dienstag sind mehrere Menschen von Bord des spanischen Rettungsschiffes "Open Arms" gesprungen, um die italienische Insel Lampedusa schwimmend zu erreichen. Seit fast drei Wochen ist das Schiff auf dem Meer unterwegs.

Imm sommerlichen Regierungsdrama in Italien ist alles möglich. Nun wächst die Spannung: Ministerpräsident Conte wird sich vor dem Senat erklären. Wie geht es weiter? Vier mögliche Szenarien.

Italiens Innenminister verspottete Richard Gere wegen dessen Engagement für die Seenotrettung. Ein Treffen mit Matteo Salvini schließt der Hollywoodstar trotzdem nicht aus.

Der Kapitän der vor Lampedusa gestrandeten "Open Arms" hat das Rettungsschiff mit über 100 Migranten an Bord vor Tagen eine tickende Bombe genannt. Jetzt ist die Lage eskaliert: Verzweifelte Flüchtlinge sprangen ins Meer. 

Angela Merkel hat zum Thema Seenotrettung Stellung bezogen: Sie will die Rettung von Migranten aus dem Mittelmeer nicht nur privaten Hilfsorganisationen überlassen, sondern fordert eine Wiederaufnahme der staatlichen Mission der EU-Länder. 

Da die Krise ohnehin entfesselt ist, platzt es aus Italiens sonst so zurückhaltendem Regierungschef Conte heraus. Er greift seinen Innenminister Salvini an - Ausgang offen.

Der Widerstand gegen Matteo Salvini wächst​​​​​​​: Eigentlich wollte der italienische Innenminister noch diese Woche ein Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Giuseppe Conte in die Wege leiten. Doch der Senat durchkreuzt Salvinis Pläne. 

Er lässt nicht locker. Matteo Salvini will, dass noch diese Woche ein Misstrauensantrag seiner rechten Lega gegen die Regierung zur Abstimmung kommt.