Er hatte Glück im Unglück - schon zum zweiten Mal in seinem Leben. Der Amerikaner Matthew wurde bei den Anschlägen von Paris im Musikklub Bataclan verletzt und überlebte. Auch als Terroristen am 11. September 2001 Flugzeuge in das World Trade Center in New York steuerten, war Matthew um sein Leben gerannt.

Als die Luft im Bataclan von Schüssen zerfetzt wird, versucht Matthew vor den Terroristen zu fliehen. Er wird in die Wade getroffen, kann sich nur noch kriechend fortbewegen. Dennoch schafft er es nach draußen. Das erzählt der Amerikaner der französischen Zeitung "Le Monde".

Matthew wird von dem Journalisten Daniel Psenny, der gegenüber des Bataclan wohnt und die schrecklichen Szenen am Hintereingang des Klubs auf seinem Handy festgehalten hat, gerettet. Psenny erzählt "Le Monde": "Ich schaute kurz raus auf die Straße. Rechts von unserem Haus lag ein Mann. Mit einer anderen Person habe ich ihn ins Haus geholt". Bei der Aktion wird der Journalist von einer Kugel in die Schulter getroffen. Für Matthew ist Psenny ein "Engel".

Es ist bereits der zweite Terroranschlag, den der Amerikaner überlebt. Am 11. September 2001 floh er zu Fuß vom World Trade Center aus durch Manhattan, nachdem Terroristen Flugzeuge in die Zwillingstürme gesteuert hatten. "Aber was ich im Bataclan erlebt habe, war tausendmal schlimmer".

(ska)