Nach dem vermeintlichen Terroranschlag in London, bei dem fünf Menschen ums Leben gekommen sind und 40 weitere Personen verletzt wurden, bekunden Politiker der ganzen Welt ihre Anteilnahme. Die britische Premierministerin Theresa May hat die Attacke als "krank und verkommen" verurteilt.

Bei einem Doppelanschlag am britischen Parlament in London sind nach Angaben der Polizei fünf Menschen getötet worden, unter ihnen auch der Täter.

Mindestens 40 weitere Menschen seien verletzt worden. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat den mutmaßlichen Terroranschlag in London als Angriff auf das "Herz der Demokratie" bezeichnet.

"Es ist wahrscheinlich kein Zufall, dass dieses Attentat unter anderem in der Nähe des britischen Parlaments ausgeführt wurde", sagte er am Mittwoch bei einem Treffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras in Athen.

Es sei ein "Anschlag gegen uns alle". Auch Tsipras versicherte den Briten seine Solidarität.

London: 40 Menschen verletzt - Polizei geht von Terror-Attacke aus.

Bundespräsident Steinmeier ist erschüttert

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Opfern der mutmaßlichen Terroranschläge von London sein Mitgefühl ausgesprochen.

"Die Nachrichten über den mörderischen Angriff in London erschüttern mich", schrieb das deutsche Staatsoberhaupt in einer am Mittwoch in Berlin verbreiteten Erklärung.

"In diesen Stunden sind wir Deutsche dem britischen Volk in besonderer Weise verbunden." Er sei in Gedanken bei den Opfern und Verletzten von London "und bei denen, die um einen nahen Menschen trauern oder fürchten. Ihnen gilt unser ganzes Mitgefühl."

Kanzlerin Merkel steht hinter den Briten

Kanzlerin Angela Merkel hat bestürzt auf die mutmaßlichen Terroranschläge von London reagiert und den Briten Solidarität im Anti-Terror-Kampf zugesagt.

"Auch wenn der Hintergrund dieser Taten noch präzise aufzuklären ist, bekräftige ich für Deutschland und seine Bürger: Im Kampf gegen jede Form von Terrorismus stehen wir fest und entschlossen an der Seite Großbritanniens", erklärte Merkel am Mittwoch in Berlin.

Sie habe mit Bestürzung von den Angriffen auf Polizisten und Passanten im britischen Parlament und in dessen Nähe erfahren, schrieb Merkel in der Erklärung. "Ich denke in diesen Stunden in Anteilnahme und Solidarität an unsere britischen Freunde und an alle Menschen in London."

Auch der Bundeskanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz nimmt Anteil.

Über seinen Twitter-Account äußert sich Bundesminister Heiko Maas.

CDU-Bundestagmitglied Peter Tauber schreibt unter dem Hashtag #PrayForLondon.

Hanelore Kraft via Twitter:

"Krank und verkommen"

Die britische Premierministerin Theresa May hat den Doppelanschlag beim Parlament in London als "krank und verkommen" verurteilt.

Die Menschen in Großbritannien würden Terror niemals nachgeben, das Leben werde wie gewohnt weitergehen, sagte May bei einer Ansprache am Mittwochabend in London. "Morgen früh wird das Parlament zusammentreten wie immer."

Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan hat sich nach den Terrorattacken in der britischen Hauptstadt am Mittwoch mit einer trotzigen Botschaft an die Öffentlichkeit gewandt. "Londoner werden sich niemals von Terror einschüchtern lassen", sagte Khan.

Gleichzeitig sprach er den Betroffenen sein Mitgefühl aus. "Meine Gedanken gelten denen, die geliebte Menschen verloren haben und allen Betroffenen", ließ Khan wissen.

"Herz von London getroffen"

Der italienische Ministerpräsident Paolo Gentiloni drückt seine Anteilnahme in einer Mittteilung aus. Darin heißt es: "Italien steht dem britischen Volk und der Regierung bei im Angesicht der Attacke, die das Herz von London und der demokratischen Institutionen getroffen hat."

Auch das französische Staatsoberhaupt François Hollande nimmt Anteil: "Man sieht, dass man sich europäischer Ebene organisieren muss, und sogar darüber hinaus."

Laut US-Präsidialamt hat der US-Präsident Donald Trump mit der britischen Premierministerin Theresa May telefoniert. Zudem wurden die Sicherheitsvorkehrungen in New York City verschärft.

US-Außenminister Rex Tillerson verurteilt das Geschehen in London als "schrecklichen Gewaltakt".

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London: Schüsse vor britischem Parlament - Bilder vom Ort des Geschehens

In London sind Schüsse vor dem britischem Parlament gefallen. Offenbar wurden zwei Personen niedergeschossen und es gibt mehrere Verletzte.

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