Bei dem Terroranschlag in London am Samstag sind mindestens sieben Menschen getötet worden. Dass es nicht noch mehr wurden, ist auch einem Fußball-Fan des FC Millwall zu verdanken.

Roy Larner ist Fan des FC Millwall. Die Anhänger des Londoner Zweitliga-Aufsteigers sind im Normalfall vor allem für ihre Gewaltbereitschaft bekannt.

Doch bei der Terror-Attacke am vergangenen Samstag wurde Larner zum Helden.

Der 47-Jährige stellte sich den drei Angreifern vor dem Pub "Black & Blue" am Borough Market in den Weg. "Ich war allein und versuchte, sie mit meinen bloßen Händen zu packen", sagte Larner gegenüber der "Sun".

Roy Larner brüllte die Attentäter an

Er lenkte die Aufmerksamkeit der Attentäter auf sich, so dass die anderen Passanten fliehen konnten. So verhinderte er, dass zu den mindestens sieben Todesopfern weitere hinzukamen.

"Sie hatten diese langen Messer und brüllten. Ich habe einfach wie ein Idiot zurückgeschrien", erklärte Larner. "Ich dachte, ich müsse mich über diese Bastarde lustig machen."

Larner nicht mehr in kritischem Zustand

Kurze Zeit später wurden die Täter von der Polizei erschossen. Larner selbst erlitt acht Stichwunden und wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Inzwischen befindet er sich nicht mehr in einem kritischen Zustand.

Seine Freunde schenkten ihm im Krankenhaus als Anspielung auf seine Heldentat ein Sportlermagazin mit dem Titel "Lerne zu laufen".

Doch Larner, Vater einer 14-Jährigen Tocher, dachte nicht ans Wegrennen. "Ich habe in diesem Moment nicht an meine Sicherheit gedacht. Ich hatte vier oder fünf Gläser intus - nichts besonderes", sagte er.

Für seinen Heldenmut soll Larner jetzt belohnt werden. Eine Online-Petition fordert, dass er das Georgs-Kreuz verliehen bekommt. Das ist die höchste zivile Auszeichnung für Tapferkeit in Großbritannien. (ms)