Nach der Schießerei in einer Sozialeinrichtung in San Bernardino (Kalifornien) hat Terrorismus-Forscher Peter Neumann vor ähnlichen Anschlägen Europa gewarnt.

So ein Anschlag könne jederzeit auch in Deutschland passieren, auch hier gebe es "potentiell einsame Wölfe", sagte Neumann der "Bild"-Zeitung.

"Die Einzeltäter leben oft sehr unauffällig, haben keinen direkten Kontakt zu anderen Dschihadisten. Das macht sie zum Albtraum aller Sicherheitsbehörden, weil sie erst dann 'sichtbar' werden, wenn es zu spät ist", so Neumann weiter zur "Bild".

"Die Videonachrichten der Terrorgruppe ISIS an ihre Sympathisanten sind eindeutig: Plant selbst Anschläge, verbreitet größtmöglichen Terror – egal, wo und wie. Hauptsache, es trifft die Ungläubigen."

Der Anschlag in Kalifornien zeige, dass diese Strategie des sogenannten "Islamischen Staates" voll aufgehe.

Zur Sicherheitslage in Europa sagte der Experte zu "Bild": "Die 'gute' Nachricht ist, dass die einsamen Wölfe in der Regel auffälliger sind als sie selbst annehmen, zum Beispiel doch in Kontakt mit anderen Extremisten stehen und so den Behörden auffallen. Die schlechte Nachricht ist, dass Frankreich, aber auch Deutschland im Fokus der Terroristen stehen – und man nicht jeden einzelnen, potentiellen Attentäter 24 Stunden am Tag beobachten kann." (far)