Der Krieg in Syrien

Jahrzehntelang haben Bashar al-Assad und sein Familienclan alle Spannungen im Vielvölkerstaat Syrien unterdrückt. Doch im Zuge des Arabischen Frühlings 2011 kam es auch in Syrien zu Protesten. In kürzester Zeit wurde daraus ein Bürgerkrieg, in dem Sunniten gegen Alawiten, Schiiten und Christen kämpfen. Um seine Gegner - die Sunniten - auszuschalten, griff Assad zu drastischen Mitteln: Massenhinrichtungen und systematischer Folter, später mit Fassbomben und Giftgas. Der Diktator legte sein ganzes Land in Schutt und Asche. Das Chaos in Syrien mit unzähligen Milizen und Fronten nützte dem "Islamischen Staat". Um den IS zu bekämpfen, haben sich Europa und die USA militärisch in den Konflikt eingeschaltet. Mit dem Kampf gegen den "Islamischen Staat" begründete auch Russlands Präsident Wladimir Putin Luftangriffe in Syrien. Allerdings trafen russische Bomben auch Stellungen der Rebellen, die an einem Zweifrontenkrieg gegen den IS und Assad kämpfen. Russland ist aus geopolitischen Gründen am Machterhalt des syrischen Diktators interessiert. Der grausame Krieg im eigenen Land hat Millionen Flüchtlinge aus dem Land vertrieben. Und mit dem Einsatz von Giftgas treibt das Assad-Regime den Konflikt auf eine Eskalation mit dem Westen zu.

Wenn es um den Krieg in Syrien geht, dann kommen Russland und der Westen kaum auf einen gemeinsamen Nenner. Noch vor den Münchner Syrien-Verhandlungen hatte der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew gar vor einem dritten Weltkrieg gewarnt. Zudem schießt er scharf gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Der Rettungsversuch für den Friedensprozess in Syrien ist zunächst einmal geglückt. Aber was ist die Vereinbarung von München wert? Von einem Durchbruch will niemand reden.

Am Samstag hätte der Abzug der IS-Extremisten aus Damaskus beginnen sollen. Doch das wichtige Abkommen zwischen dem syrischen Regime und IS-Kämpfer wurde kurzfristig gestoppt.

Der Kreml hat zurückhaltend auf den Amnesty-Bericht über den Tod von Zivilisten bei den umstrittenen russischen Luftangriffen in Syrien reagiert.

Immer wieder wird von Politikern und Militärs über die Entsendung von Bodentruppen gegen den Islamischen Staat gesprochen. Wird es wirklich dazu kommen? Der Politologe Thomas Jäger hält das Szenario wegen der enormen Risiken für eine "theoretische Debatte".

In Propaganda-Videos preist Russland den Eingriff in den syrischen Bürgerkrieg als Vorgehen gegen den Terror. Nun hat ein Korrespondent des russischen Staatsfernsehens ein verstörendes Musikvideo veröffentlicht, das Bilder des Bürgerkrieges aus der Luft zeigt.

Russland verstärkt sein militärisches Engagement in Syrien - zur Bekämpfung der Terrormiliz Islamischer Staat, so die Begründung. Für den russischen Präsidenten Wladimir Putin ist das Eingreifen aber vor allem ein Kräftemessen mit den USA.

Die russischen Luftangriffe zur Unterstützung des syrischen Diktators Baschar Al-Assad geben dem Bürgerkrieg in Syrien eine neue Wendung. Droht nun ein Flächenbrand im Nahen Osten? Ein baldiger Friede werde durch das Eingreifen Russlands jedenfalls "nicht wahrscheinlicher", sagt der Nahost-Experte Kristian Brakel.

Washington und Moskau haben sich betreffend ihrer Einsätze in Syrien abgesprochen. Damit soll vor allem ein "Unfall" vermieden werden. Berlin warnt Moskau vor Alleingängen. Wladimir Putin bleibt unbeeindruckt und spricht stattdessen von feindlicher Propaganda.

Seit Mittwoch fliegt die russische Luftwaffe Angriffe in Syrien. Erklärtes Ziel ist es, den herrschenden Diktator Baschar al-Assad an der Macht zu halten. Dabei geht Russland offiziell gegen den Islamischen Staat (IS). Offenbar werden aber auch Rebellengruppen angegriffen. Ist Putins militärisches Eingreifen in Syrien richtig? Stimmen Sie ab.

Putin lässt erstmals Flugzeugbomber in Syrien fliegen, angeblich gegen den Islamischen Staat. Der Eingriff Moskaus in den syrischen Bürgerkrieg aber ist ein zweischneidiges Schwert, so sieht es jedenfalls die Presse. Putin als Anti-Terror-Stratege auf der einen Seite, als Unterstützer eines Massenmörders auf der anderen.

Die grausamen Verbrechen des IS-Terrors hält die Welt im Atem. Ein Anti-IS-Bündnis versucht daher den Vormarsch der Milizen zu stoppen. Doch gehen Gräueltaten in Syrien nicht allein auf das Konto des IS. Im Gegenteil. Im Windschatten des IS-Terrors sterben Tausende Zivilisten durch die syrische Regierung durch sogenannte "Blutbomben". Assad legt sein Land in Schutt und Asche - und die Welt schaut zu. Wird der Präsident wieder erstarken?

Publizist Jürgen Todenhöfer war bei der Terror-Miliz islamischer Staat und interviewte einen deutschen Dschihadisten. Ein heikles Unterfangen. Im Interview verrät der ehemalige Politiker, wie es war mit dem IS zu sprechen, wieso Abu Qatadah (Christan Emde) sich radikalisierte und welche Gefahr von den Dschihadisten für Deutschland ausgeht.