Nach dem Giftgas-Angriff in der syrischen Stadt Chan Scheichun erwägt US-Präsident Donald Trump Luftanschläge gegen Syrien. Das melden mehrere US-Medien einvernehmlich.

Der US-Sender CNN berichtet, dass Donald Trump sich mit Mitgliedern des Kongresses besprochen habe und militärische Aktionen in Syrien in Betracht ziehe.

Details über die Möglichkeiten eines militärischen Einschreitens sind nicht bekannt. Mit dem Verteidigungsminister James Mattis habe der US-Präsident laut "CNN" mögliche Vorgehensweisen diskutiert. Der Präsident verlasse sich dabei auf die Einschätzung von Mattis. Eine abschließende Entscheidung sei demnach noch nicht gefallen.

Giftgas-Angriff war "abscheulich"

Den Giftgas-Angriff, der über die syrische Stadt Chan Scheichun niederging, verurteilte Trump als "abscheulich". Er schreibt ihn Syriens Regierungschef Baschar al-Assad zu und will nach eigener Aussage solche schrecklichen Aktionen nicht länger tolerieren. Der Angriff habe seine Einstellung gegenüber Assad verändert, sagte Trump.

Der US-Präsident scheint einen militärischen Eingriff in Betracht zu ziehen. Mit einer derartigen Mobilmachung gegen das Assad-Regime würden sich die USA ebenfalls gegen Russland richten.

Der republikanische Politiker Lindsey Graham und der ehemalige US-Admiral John McCain bestätigen Tump in einer gemeinsamen Stellungnahme: "Assad hat mit dem Gebrauch von chemischen Waffen eine Linie überschritten." Weiter befürworteten sie eine internationale Zusammenarbeit, um Assads Luft-Waffe zu bekämpfen. Die syrische Regierung bestreitet, einen Giftgas-Angriff ausgeführt zu haben. Die genaue Ursache für den Vorfall ist bislang nicht geklärt.