Deutschland darf nach Worten von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei Zukunftsthemen wie Künstlicher Intelligenz nicht den Anschluss verlieren. Schon zu Beginn der Digitalisierung seien Schwerpunkte der Softwareentwicklung in die USA gewandert, sagte er am Mittwoch in Zwickau beim Auftakt seiner Themenreihe "Werkstatt des Wandels". Er sehe in Deutschland und der EU den Ehrgeiz, Anschluss zu finden und sich neu aufzustellen. Ziel müsse bei neuen Technologien sein, von Anfang an dabei zu sein und nicht erst am Ende aufzuspringen, betonte der Bundespräsident.

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"Wir sind ohne Zweifel in einer schwierigen Lage", konstatierte Steinmeier mit Blick auf die wirtschaftliche Situation und verwies auf die Corona-Pandemie, Probleme bei Lieferketten und sich verändernde Technologien. Er sei aber fest überzeugt, dass Deutschland mit seiner Tradition der Aus- und Weiterbildung und seinen gut ausgebildeten Menschen alle Voraussetzungen habe, in dem sich verändernden Wettbewerb standzuhalten.

Zum Auftakt der neuen Themenreihe besuchte Steinmeier den "Future e-mobility Campus" des Volkswagen-Bildungsinstituts in Zwickau und sprach unter anderem mit Ausbildern und Lehrlingen. "Zwickau ist ein Ort, an dem Automobilgeschichte geschrieben worden ist", betonte Steinmeier. Der Umgang mit Transformation hier könne Vorbild für andere Unternehmen und Branchen sein.

Volkswagen hatte in den vergangenen Jahren sein Zwickauer Werk zum Vorreiter der Elektromobilität im Konzern gemacht. Das Entscheidende sei dabei gewesen, die Mitarbeiter teilhaben zu lassen und ihnen umfangreiche Aus- und Weiterbildung anzubieten, betonte Steinmeier. "Hier an diesem Standort in Zwickau werden nicht nur Autos gebaut, hier wird Zukunft gebaut."  © dpa

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