Die Minister der SPD für die GroKo-Neuauflage stehen fest. Damit rückt die Regierungsbildung in greifbare Nähe. Zur Feier dieses wichtigen Schritts veröffentlichten die Sozialdemokraten ein Gruppenfoto der zukünftigen SPD-Kabinettsmitglieder.

Alle Ministerposten sind besetzt? Darauf erst einmal ein Selfie! Das dachte man sich heute vermutlich bei der SPD. Ähnlich wie bereits nach Abschluss der GroKo-Verhandlungen haben die Sozialdemokraten auch nach Bekanntgabe der Ministerpostenverteilung einen Schnappschuss veröffentlicht.

Neben den designierten Ministern sind auf dem Foto noch drei weitere SPD-Politiker zu sehen. Dabei handelt es sich um die Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Andrea Nahles, den Staatsminister im Auswärtigen Amt Michael Roth, sowie SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil.

SPD-Minister stehen fest

Am Vormittag hatten Andrea Nahles und Olaf Scholz offiziell verkündet, welche Personen aus der Partei Teil des vierten Kabinetts unter Angela Merkel werden.

Scholz selbst, bislang Bürgermeister von Hamburg, wird demnach Finanzminister und Vizekanzler.

Die bisherige Familienministerin Katarina Barley übernimmt das Justizministerium von Heiko Maas. Der 51-jährige wird hingegen der neue Außenminister.

Barleys Nachfolge tritt die bisherige Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Neukölln Franziska Giffey an.

Hubertus Heil wird das Arbeitsministerium leiten. Svenja Schulze, bislang Generalsekretärin der SPD in Nordrhein-Westfalen, wird die neue Umweltministerin.

Finale-Phase der Regierungsbildung

Hinter den Kulissen hatte es in der SPD heftige Debatten um die Ministerriege gegeben - komplizierte interne Proporzregelungen erschwerten die Vergabe der Posten.

Drei SPD-Minister scheiden aus dem Kabinett aus: Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries, Umweltministerin Barbara Hendricks und Außenminister Sigmar Gabriel. Letzterer wäre gerne im Amt geblieben, hatte aber keinen Rückhalt mehr in der Parteispitze.

Der frühere SPD-Chef ist der beliebteste und erfahrenste aktive SPD-Politiker. Scholz erklärte, die ausscheidenden Minister hätten "hervorragend performt".

Mit der Bekanntgabe der SPD-Ministerposten geht die Regierungsbildung rund sechs Monate nach der Wahl in die finale Phase über. So soll Angela Merkel aller Voraussicht nach am 14. März als Kanzlerin wiedergewählt werden.

Unmittelbar nach der Wahl Merkels werden die Minister von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue ernannt und dann im Bundestag vereidigt. Anschließend könnte noch am selben Tag die erste Kabinettssitzung stattfinden.

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(Mit Material der dpa)