Russland stationiert offenbar Kampfhubschrauber auf einer armenischen Militärbasis - nahe der Türkei. Das dürfte das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Moskau und Ankara weiter belasten.

Wie "Spiegel Online" unter Bezug auf die Nachrichtenagentur Ria Nowosti berichtet, hat Russland Kampf- und Transporthubschrauber in Armenien stationiert. Damit werde eine Militärbasis nahe der Hauptstadt Eriwan verstärkt, heißt es.

Insgesamt sollen dort jetzt sieben MI-24 und MI-8-Hubschrauber stationiert sein. Weitere sollen folgen.

Auf der Basis sind seit 1998 russische MIG-29-Kampfjets aufgestellt.

Das Verhältnis zwischen Moskau und Ankara ist seit Abschuss eines russischen Kampfjets am 24. November angespannt. Die türkische Führung werde dies noch bedauern, sagte Waldimir Putin.

Zuletzt hat das türkische Außenministerium den russischen Botschafter Andrej Karlow am Montag einbestellt. Grund seien Bilder eines russischen Soldaten, der bei der Durchfahrt eines Kriegsschiffes durch den Bosporus an Deck eine schultergestützte Rakete im Anschlag getragen haben soll, meldete die Nachrichtenagentur Anadolu.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hatte nach Veröffentlichung entsprechender Bilder in türkischen Medien von einer "Provokation" gesprochen. (far/dpa)

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