Silvio Berlusconi will auch künftig in Italiens Politik eine wichtige Rolle einnehmen. Der 76-Jährige werde auch nach seiner Verurteilung als Steuerbetrüger sein Amt als Senator weiter ausüben, wie er in einem Statement bekannt gab.

Der wegen Steuerbetrugs rechtskräftig verurteilte Silvio Berlusconi will als Leitfigur der italienischen Konservativen weitermachen. "Ich werde standhalten! Ich werde nicht aufgeben", sagte der dreifache Regierungschef Italiens am Montag in einer Botschaft an sein Lager.

Seine Anhänger werben dafür, dass der 76 Jahre alte Silvio Berlusconi nicht wegen der Verurteilung seine politische Karriere als Senator an den Nagel hängen muss. Bereits im September könnte die Kammer darüber abstimmen, ob er sein Mandat verliert. Aus Berlusconis Partei PdL (Volk der Freiheit) kamen Drohungen, die Regierungskoalition in Rom zu sprengen, sollte ihm das Mandat abgesprochen werden. Berlusconi könnte Neuwahlen noch im Herbst oder 2014 anstreben.

Berlusconi trotz Verurteilung politisch relevant?

Anfang August war Berlusconi zu einer vierjährigen Haftstrafe wegen Steuerbetrugs verurteilt worden. Das höchste Gericht Italiens bestätigte damit endgültig die Strafe der unteren Instanz gegen den Medienzar. Ein damit einhergehendes Ämterverbot muss allerdings neu verhandelt werden. Hier steht die Entscheidung noch aus.

Von den angedrohten vier Jahren Haft müsste Berlusconi nur ein Jahr unter Hausarrest absitzen, wahlweise könnte er die Strafe auch in Sozialstunden abarbeiten. (dpa/mgb)