• Nach monatelangem Druck wegen seiner Tätigkeit für russische Energiefirmen hat sich Altkanzler Gerhard Schröder am Freitag aus dem Aufsichtsrat des Ölkonzerns Rosneft zurückgezogen.
  • Parteikollege und Kanzler Olaf Scholz gibt sich damit nicht zufrieden.

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Nach der Niederlegung des Aufsichtsratsposten beim russischen Energiekonzern Rosneft fordert Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Altkanzler Gerhard Schröder auf, weitere Tätigkeiten für Unternehmen aus dem Land einzustellen. "Wir nehmen zur Kenntnis, dass es jetzt bei einem passiert und die anderen müssen auch noch folgen", sagte Scholz am Samstag im Hildesheim am Rande der SPD-Landesdelegiertenkonferenz. Der Bundeskanzler betonte, Schröder stehe mit seiner Haltung allein für sich.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) begrüßte den Schritt von Schröder, dieser komme allerdings zu spät. Es gebe seit drei Monaten Krieg in der Ukraine.

Rosneft hatte am Freitag mitgeteilt, dass Schröder seine Amtszeit als Aufsichtsratschef nicht verlängern werde. Schröder ist auch noch für den Aufsichtsrat des russischen Energiekonzerns Gazprom nominiert und für die Gazprom-Tochtergesellschaften Nord Stream und Nord Stream 2 als führender Lobbyist tätig. Die Gazprom-Hauptversammlung ist für den 30. Juni geplant. In seinem einzigen Interview seit Beginn des Ukraine-Kriegs mit der "New York Times" hatte Schröder offen gelassen, ob er die Nominierung für den Aufsichtsratsposten annehmen wird. (dpa/mf)  © dpa

Gerhard Schröder gibt Aufsichtsrat-Posten bei Rosneft auf

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder will den Aufsichtsrat beim russischen Ölkonzern Rosneft verlassen. Demnach habe Schröder mitgeteilt, dass es ihm unmöglich sei, sein Mandat in dem Gremium zu verlängern. Das teilte der Konzern am Freitag mit. Weitere Details wurden bisher nicht bekannt. © ProSiebenSat.1