(sal/dpa) - Heiner Geißler hat gesprochen: Nach acht Verhandlungsrunden zwischen Gegnern und Befürwortern des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart 21 hat der 80-Jährige heute seinen Schlichterspruch vorgestellt.

Er sprach sich für eine Fortsetzung des Projektes Stuttgart 21 aus. Den Bau aus Kostengründen jetzt noch zu stoppen, sei nicht sinnvoll, so Geißler. Gleichzeitig stellte der Schlichter heraus, dass es an dem Projekt noch erhebliche Schwachstellen gebe. Nur wenn diese behoben würden, könne er das Projekt empfehlen.

Zuvor pendelte Geißler in Gesprächen zwischen den Stuttgart-21- Befürwortern und den Kritikern hin und her, um einen möglichen Konsens in einzelnen Punkten zu erreichen. Dabei versuchte er auch, seine Empfehlung soweit wie möglich mit beiden Lagern abzustimmen.

Nach den Schlussplädoyers beider Seiten hatte sich Geißler am Mittag zuerst mit den Projektträgern von Bahn, Land, Stadt und Region Stuttgart für eineinhalb Stunden zurückgezogen. Danach ging er zu dem Gespräch mit den Gegnern.

Das Schlusswort Geißlers ist nicht bindend.