Papst Franziskus hat auf seinem Rückflug nach Rom angedeutet, dass der Vatikan an einer Friedensinitiative für die Ukraine beteiligt ist. Zuvor hatte er Ungarn besucht. Der Heilige Stuhl hatte sich seit Kriegsbeginn im Februar 2022 immer wieder als Vermittler angeboten.

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Papst Franziskus hat vage angedeutet, dass der Vatikan mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine an einer Friedensinitiative beteiligt ist. "Alle wollen einen Weg zum Frieden. Ich bin bereit, alles zu tun, was nötig ist. Derzeit läuft eine Mission, die aber noch nicht öffentlich ist", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonntag auf dem Rückflug von seiner Ungarn-Reise vor Journalisten. Weitere Details nannte er nicht. "Wenn es so weit ist, kann ich mich dazu äußern", sagte er.

Der 86-Jährige hatte am Wochenende den Metropoliten Hilarion von Budapest und Ungarn getroffen, der früher Leiter des Außenamtes des Moskauer Patriarchats und ein Vertrauter von Patriarch Kyrill war. "Sie können sich vorstellen, dass wir bei dem Treffen nicht über Rotkäppchen geredet haben, sondern über alles", erläuterte Franziskus. Mit Kyrill, der den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine verteidigt, will sich der Papst schon länger treffen.

Papst Franziskus: "Zu Frieden gelangt man, in dem man sich öffnet"

Franziskus warb darum, diplomatische Beziehungen aufrechtzuerhalten und immer im Gespräch zu bleiben, um gemeinsam Wege zum Frieden zu suchen. "Ich denke, zu Frieden gelangt man, indem man Kanäle aufmacht. Frieden bekommt man nie, wenn man sich verschließt."

Der Heilige Stuhl hatte sich seit Kriegsbeginn im Februar 2022 immer wieder als Vermittler angeboten. Große diplomatische Erfolge blieben bislang aber aus. Der Papst sagte, der Heilige Stuhl habe bereits bei Gefangenaustauschen als Vermittler agiert und könnte dies nun auch tun im Zusammenhang mit der Rückführung ukrainischer Kinder, die nach Russland verschleppt wurden. (dpa/cgo)


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