Bei einer Razzia im bayerischen Georgensgmünd hatte im Oktober ein 49 Jahre alter "Reichsbürger" vier Polizisten durch Schüsse zum Teil schwer verletzt, einer der SEK-Beamten war später im Krankenhaus verstorben. Nun wurden zwei Polizisten suspendiert, die im Vorfeld der Schießerei zu dem Mann Kontakt gehabt haben sollen.

Wie der "Bayerische Rundfunk" am Mittwoch berichtet, hat die Kriminalpolizei Schwabach zwei Polizisten identifiziert, die Kontakt zu dem sogenannten "Reichsbürger" gepflegt haben sollen.

Experte warnt: Die Bewegung wirkt absurd. Das macht sie gefährlich.

Die beiden Beamten wurden demnach mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert, ihre Wohnungen durchsucht.

Für den Nachmittag hat die Polizei Schwabach weitere Einzelheiten angekündigt.

"Reichsbürger" bei bayerischer Polizei

Kurz nach der tödlichen Schießerei in Georgensgmünd hatte der "Münchner Merkur" berichtet, in Bayern seien insgesamt vier Polizisten als "Reichsbürger" aktiv. Dies hatte ein Sprecher des Innenministeriums bestätigt.

Ein Polizeihauptkommissar, der als Ausbilder bei der Polizeischule Ainring (Landkreis Berchtesgadener Land) tätig war, war demnach suspendiert worden.

Bei drei weiteren Polizisten "prüfen wir derzeit, ob und in welcher Tiefe die Beamten einem solchen oder ähnlich gelagerten Gedankengut nahestehen", hatte ein Sprecher des Ministeriums dem "Merkur" damals bestätigt. (miwo)