Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen das Nachbarland Ukraine hat Polen den diesjährigen "Tag der Armee" mit einer großen Militärparade begangen. Bei der Parade marschierten am Dienstag im Zentrum von Warschau 2.000 Soldaten auf, 200 Einheiten Militärtechnik wurden gezeigt. Knapp hundert Flugzeuge und Hubschrauber flogen in einer Flugshow über die Dächer der Stadt.

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Das EU- und Nato-Land Polen ist nicht nur einer der größten politischen und militärischen Unterstützer der Ukraine - es rüstet auch selbst massiv gegen eine befürchtete Bedrohung durch Russland auf. Die Nervosität in Polen ist wegen der Aktivitäten russischer Wagner-Söldner im benachbarten Belarus noch gestiegen.

Die polnische Armee soll in den kommenden Jahren auf fast das Doppelte wachsen. Derzeit zählen die Streitkräfte nach Angaben des Verteidigungsministeriums 172.500 Männer und Frauen, darunter mehrere Zehntausend in den freiwilligen Heimatschutzverbänden. Nach den Plänen Warschaus sollen es 300.000 inklusive Heimatschutz werden.

Zur Modernisierung von Armee und Luftwaffe hat Polen zudem Milliardendeals mit den USA und Südkorea abgeschlossen. Im vergangenen Sommer orderte Warschau in einem Großauftrag aus Südkorea 48 Kampfflugzeuge vom Typ FA-50 und 48 Panzerhaubitzen K9 sowie 180 Kampfpanzer vom Typ K2, von denen 24 bereits geliefert wurden. Zudem kaufte das Land insgesamt 366 US-Kampfpanzer von Typ Abrams, davon 250 in der neuesten Ausführung und 116 gebrauchte.

Die Militärparade findet an einem symbolischen Datum statt: Der "Tag der Armee" erinnert an Polens Sieg über die angreifende Sowjetarmee in der Schlacht von Warschau im August 1920.  © dpa

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