Verteidigungsminister Boris Pistorius sieht in einer Wiedereinführung der Wehrpflicht keine Lösung für Personalsorgen der Bundeswehr in den nächsten Jahren. Eine Wehrpflicht würde nicht schnell genug helfen, zumal diese Kraft, Zeit und Geld binden würde, "was wir alles drei gerade nicht haben", sagte der SPD-Politiker am Samstag beim Tag der Bundeswehr im niedersächsischen Bückeburg.

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Mehr als 1.000 Ausbildungsberufe bei der Bundeswehr

Die Zahl der Menschen, die für die Bundeswehr gewonnen werden müssten, sei aber groß, sagte der Minister. "Die Herausforderung besteht darin, in kleiner werdenden Jahrgängen von jungen Menschen die Attraktivität so darzustellen, dass alle verstehen: diese Bundeswehr ist ein großartiger Arbeitgeber", sagte Pistorius. Es gebe mehr als 1.000 Ausbildungsberufe bei der Bundeswehr.

Die Bundeswehr sei den vergangenen Jahrzehnten als Kriseninterventionsarmee im Ausland immer weniger wahrgenommen worden. Pistorius: "Gleichzeitig ist durch die Aussetzung der Wehrpflicht die Verbindung in Teile der Gesellschaft abgebrochen. Früher sagte man, an jedem zweiten Küchentisch saß ein Wehrpflichtiger. Das heißt, die Verbindung in die Familien und damit in die Gesellschaft war da." Die Bundeswehr müsse nun wieder mehr in den Vordergrund gestellt werden.  © dpa

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