Die jugendlichen Anti-Waffen-Aktivisten in den USA erhalten Unterstützung - von den Waffenbesitzern selbst. Einige von ihnen haben ihre Gewehre zerstört und im Internet unter dem Hashtag #oneless publik gemacht.

Nach dem Schulmassaker in Florida mit 17 Toten haben einige US-Amerikaner ihre eigenen Waffen zerstört und das im Internet publik gemacht. Unter dem Hashtag #oneless ("eine weniger") verbreiten sich seit dem Wochenende immer mehr Fotos und Videos in den Sozialen Medien.

Einer der Ersten war am Samstag ein Mann namens Scott Pappalardo aus dem Bundesstaat New York, wie CNN berichtete.

In seinem auf Facebook verbreiteten Video zeigt Pappalardo sein nach eigenen Angaben legal erworbenes Sturmgewehr AR-15 - den gleichen Typ Gewehr, den der Todesschütze in Florida verwendete.

Die Worte "das Recht Waffen zu besitzen" habe er auf seinen Arm tätowiert, sagt Pappalardo. Dann steht er auf und sägt die Waffe mit einer elektrischen Säge in zwei Hälften. "Ist das Recht, diese Waffe zu besitzen, wichtiger als das Leben von jemandem?", fragt er in die Kamera. "Ich glaube nicht."

Der Mann erklärte, er sei eigentlich ein großer Fan des Sturmgewehrs. "Um ehrlich zu sein, es macht einfach Spaß, mit ihr zu ballern. Ich bin kein Jäger, ich habe noch nie irgend etwas mit einer Waffe getötet. Ich schieße nur auf Zielscheiben."

Andere Waffenbesitzer taten es Pappalardo gleich und filmten sich beim zerstören ihrer Waffen.

Prominente spenden Millionen

Zudem unterstützen viele Prominente die jugendlichen Aktivisten. George Clooney und seine Frau Amal spendeten eine halbe Million Dollar für eine große Demonstration von Schülern und Lehrern in der Hauptstadt Washington, wie Medien berichteten.

"Im Namen unserer Kinder Ella und Alexander spenden wir 500.000 Dollar, um für diese wegweisende Veranstaltung zu bezahlen", teilte das Paar der Zeitung "USA Today" zufolge mit. "Die Leben unserer Kinder hängen davon ab."

Star-Regisseur Steven Spielberg und seine Frau Kate Capshaw traten daraufhin ebenfalls vor und sagten eine halbe Million zu. "Sie sind eine Inspiration für uns alle, wir schließen uns dieser Bewegung an", erklärten sie dem Magazin "Hollywood Reporter" zufolge.

Ebenfalls eine halbe Million spendete US-Talkqueen Oprah Winfrey. "George und Amal, ich könnte Euch nicht mehr zustimmen", schrieb sie auf Twitter. Die Schüler erinnerten sie an die Bürgerrechtsbewegung der 60er Jahre. Auch der Produzent und Ex-Disney- und Dreamworks-Chef Jeffrey Katzenberg mit seiner Frau Marilyn spendete eine halbe Million Dollar.

Die Schüler-Aktivisten nennen ihre für den 24. März geplante Großdemonstration einen nationalen "Marsch für unsere Leben". Der Sänger Justin Bieber erklärte sich mit der Bewegung solidarisch. "Ich bin an Eurer Seite", schrieb er auf Twitter.

(fab/dpa)