Wieder ist ein nordkoreanischer Soldat nach Südkorea geflüchtet. An der Grenze zwischen den beiden Ländern fielen Warnschüsse.

Südkoreanische Soldaten haben nach Militärangaben an der schwer bewachten Landesgrenze Warnschüsse auf Soldaten aus Nordkorea abgegeben.

Etwa 20 Schüsse seien abgefeuert worden, als sich die Soldaten aus Nordkorea der militärischen Demarkationslinie zwischen den beiden Ländern genähert hätten, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul am Donnerstag mit.

Auf der Suche nach Geflüchtetem

Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete unter Berufung auf Militärs, die nordkoreanischen Soldaten seien offensichtlich auf der Suche nach einem geflüchteten Landsmann gewesen.

Kurz zuvor war dem Ministerium zufolge einem nordkoreanischen Soldaten die Flucht durch die demilitarisierte Zone (DMZ) nach Südkorea gelungen.

Hunger vertreibt die Menschen

Der Zwischenfall ereignete sich wenige Wochen nach der dramatischen Flucht eines Soldaten aus Nordkorea über den Grenzort Panmunjom, der sich in der vier Kilometer breiten DMZ befindet.

Der Soldat wurde dabei von nordkoreanischen Grenzposten angeschossen. Er überlebte schwer verletzt.

Zahlreiche Nordkoreaner flüchten jedes Jahr aus Hunger oder Unzufriedenheit mit der autokratischen Führung aus ihrer weithin abgeschotteten Heimat. Doch die meisten flüchten dabei über die Grenze nach China.© dpa

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