Konflikt mit dem Iran: Donald Trump machte Kulturstätten zu Kriegszielen

Sie verkörpern das kulturelle Erbe des Iran, sind teilweise Unesco-Weltkulturerbe. Dennoch drohte US-Präsident Donald Trump damit, bedeutende Stätten des Landes anzugreifen. Er sprach von 52 Zielen. Diese Orte hätte es treffen können.

Nach Überzeugung der armenischen Christen gründete der Apostel Judas Thaddäus das Kloster Sankt Thaddäus und die zugehörige Schwarze Kirche im Jahr 66. Somit wäre die Schwarze Kirche die älteste weltweit. Das Kloster musste aber nach seiner Zerstörung 1319 wieder aufgebaut werden.
Den bis 1925 im Iran regierenden Kadscharen diente der Golestanpalast, der Anfang des 19. Jahrhunderts fertiggestellt wurde, als Regierungssitz. Mohammad Reza Pahlavi, letzter Schah von Persien, wurde hier 1967 gekrönt. Heute beherbergt der Golestanpalast ein Museum.
Das Grabmal Königs Kyros II. in Pasargadae symbolisiert die Dynastie der Achämeniden. Kyros II. war der sechste König des Geschlechts und regierte Persien zwischen 559 und 530 vor Christus.
Farbenprächtige Fayencefliesen schmückendie Fassade der Freitagsmoschee oder Gemeindemoschee in der Altstadt von Yazd. Diese Altstadt wurde 2017 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Yazd existiert seit dem dritten Jahrtausend vor Christus und wurde an einer Oase gegründet.
Persepolis war unter den Achämeniden eine der Hauptstädte des altpersischen Reiches. Die Gründung der Stadt reicht zurück ins Jahr 520 vor Christus. König Dareios I. nahm sie vor. Persepolis bedeutet aus dem Griechischen übersetzt "Stadt der Perser".
Die Safawiden machten aus Isfahan zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert eine der prächtigsten Städte des damaligen Perserreichs. 1638 entstand beispielsweise die Imam-Mosche an dem gleichnamigen Platz. Er misst 80.000 Quadratmeter und ist damit einer der größten der Welt.
Das Hammam-e Sultan Mir Ahmad, auch bekannt als Sultan's Mir Ahmad Hammam, ist einer der besterhaltenen traditionellen Hammams des Iran. Er liegt in Kaschan im zentralen Hochland in der Provinz Isfahan. Kaschan bietet Besuchern mit dem Fin-Garten auch einen der berühmtesten Gärten des Iran.
Meybod, Hauptstadt der Muzaffariden, die von 1314 bis 1393 im Süden des Iran und in Kurdistan das Sagen hatten, bietet mit der Festung Narin ein mehr als zweitausend Jahre altes Bauwerk. Es reicht zurück in die Zeit der Sassaniden.
An der so genannten Blauen Moschee in Täbris in der iranischen Provinz Ost-Aserbaidschan wird bis heute gebaut. Grund dafür ist ein Erdbeben aus dem Jahr 1779. Damals wurde aus der 1465 errichteten Blauen Moschee eine Ruine. Das Dach des Mausoleums aber wurde 1973 rekonstruiert, bis heute indes nicht fertiggestellt.
Die berühmte Ali-Sadr-Höhle liegt im Westen des Iran, 100 Kilometer nördlich von Hamadan. Das Wasser stammt aus der sieben Kilometer entfernten Sarabhöhle. Wer in die Ali-Sadr-Höhle möchte, muss zum Hügel Sari Giyeh wandern.
Die Sassaniden spendierten der Stadt Chorramabad in der Provinz Lorestan die Festung Falak-ol-Aflak. Die beiden letzten persischen Schahs, Reza Pahlavi und dessen Sohn Mohammad Reza Pahlavi, funktionierten das heutige ethnografische Museum im 20. Jahrhundert vorübergehend in ein Foltergefängnis um.